Glücksspiel-Shops in Italien wieder geöffnet – aber nicht überall

Veröffentlicht am: 16. Juni 2020, 10:47 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 16. Juni 2020, 11:16 Uhr.

Seit vergangenem Wochenende dürfen in Italien auch Glücksspiel-Geschäfte wie Wettbüros oder Spielhallen wieder öffnen. Doch die Lockerungen der Covid-19-bedingten Einschränkungen gelten noch nicht im gesamten Land.

Spielautomat Start
In vielen italienischen Regionen darf wieder gespielt werden. (Bild: Flickr/Been Around)

Am 12. Juni ging für viele Shop-Betreiber und ihre Kunden eine über dreimonatige Zwangspause zu Ende, die mit dem landesweiten Lockdown am 10. März begonnen hatte. Allerdings besteht nicht für alle gleichermaßen Grund zum Jubel, denn in einigen Regionen haben die Behörden die erforderliche Genehmigung noch nicht erteilt.

Unterschiede zwischen den Regionen

Während Spieler in der Toskana, dem Piemont, Sizilien, Abruzzen, Basilikata, Sardinien, Aostatal, Friaul-Julisch Venetien sowie in der Lombardei seit einigen Tagen wieder in die Shops dürfen, heißt es für Wett- und Spiel-Fans in anderen Regionen, weiter abzuwarten. So wurde die Wiedereröffnung in der Emilia-Romagna sowie in Ligurien, Venetien und Kalabrien auf den 19. Juni verschoben.

Auch die ersten Casinos sind wieder in Betrieb. Seit Montag hat die berühmte Spielbank von Sanremo geöffnet und auch in Saint-Vincent rollt seit dem Wochenende die Kugel. In Venedig soll es bis zum 19. Juni dauern, ehe Spieler zu Roulette und Co. empfangen werden.

Noch länger warten müssen Betreiber und ihre Kunden in Trentino-Südtirol, Latium oder den Marken. Während die Betroffenen im rund um die Hauptstadt Rom gelegenen Latium sich bis zum 1. Juli gedulden müssen, zieht sich die Wiedereröffnung in Trentino sogar bis zum 14. Juli hin.

Strikte Regeln zum Infektionsschutz

Die Neueröffnung steht unter dem Vorbehalt strenger Hygiene- und Abstandsregeln zum Schutz von Angestellten und Spielern. So ist das Tragen eines Atemschutzes beim Betreten der Geschäfte Pflicht. Zudem sind die Betreiber zum Aufstellen von Desinfektionsmittel-Spendern und zur Sicherung von Mindestabständen angehalten.

Um die Einhaltung der Maßnahmen zu gewährleisten, hat der Glücksspielkonzern SKS365, Betreiber von landesweit über 1.000 Shops der Marke Planetwin365, seinen Konzessionären ein „Sicherheits-Kit“ geschickt, welches neben Desinfektionsmitteln und Atemschutzmasken auch Abstandshalter für die Besucher beinhaltet.

SKS365-CEO Alexander Martin betonte:

Dank des enormen Engagements aller Beteiligten können wir heute sagen, dass unsere Geschäfte auf sichere und noch bessere Weise wiedereröffnet werden.

Die Schutzmaßnahmen von SKS365 sind verständlich, denn bei Verstößen drohen den Betreibern Strafen, die bis hin zu Zwangsschließungen von bis zu fünf Tagen reichen können.