Glücksspiel-Konzern Entain: Bis 2035 vollständig klimaneutral?

Veröffentlicht am: 5. März 2021, 02:48 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 5. März 2021, 02:49 Uhr.

Der britische Glücksspielkonzern Entain hat sich verpflichtet, bis spätestens zum Jahr 2035 zu 100 % CO2-neutral zu sein. Um dieses Ziel offiziell zu machen, habe Entain eine formale Absichtserklärung an die Science Based Target initiative (SBTi) geschickt, so der Konzern in einem am Donnerstag veröffentlichen Statement.

Eisbären Mutter und Kind auf kleiner Eisscholle
Entain setzt sich mit neuer Strategie für den Klimaschutz ein. (Bild: Pixabay)

Mit seinem 2035-Ziel habe sich Entain einem deutlich strafferen Zeitplan verpflichtet als die Regierungen der verschiedenen Staaten, die im Rahmen des Pariser Abkommens eine Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 anstreben.

Der Konzern arbeite derzeit an einer neuen Strategie, um seine Entkarbonisierungs-Prozesse an all seinen Standorten weltweit zu beschleunigen. Das betreffe nicht nur die Hauptquartiere und Büroräume in den verschiedenen Ländern, in denen Entain vertreten sei, sondern auch die rund 4.500 Wettbüros, die unter Entains Marken, z. B. Ladbrokes, betrieben würden.

Entain ist nicht der erste Glücksspiel-Riese, der sich dem Ziel der Klimaneutralität verschrieben hat. So teilte Ende Januar der britische Buchmacher William Hill mit, im gesamten Unternehmen auf erneuerbare Energien umzusteigen. Im Laufe der nächsten drei Jahre wolle der Konzern 61.500 Tonnen CO2 einsparen. Eine konkrete Jahreszahl, bis wann der CO2-Ausstoß im Unternehmen bei null liegen soll, nannte William Hill jedoch nicht.

Im Laufe der letzten drei Jahre habe das Unternehmen seine Emissionen bereits um 15 % senken können. Dafür habe Entain in Großbritannien bereits den Carbon Trust Standard erhalten. Das ist eine Auszeichnung für Unternehmen, die „ihre Führungsstärke im Bereich Kohlenstoffdioxid-, Wasser- und Abfallmanagement entwickeln und vermitteln.“

Höchste Standards auf allen Ebenen

In den Augen des Konzern-Managements sei eine Reduktion um 15 % innerhalb von drei Jahren jedoch noch nicht ambitioniert genug. Angesichts der drängenden Klimafrage sei ein aggressiveres Handeln nötig. Die neue CEO des Konzerns, Jette Nygaard-Andersen, kommentiert:

Die Zusage, die wir heute machen, ist ambitioniert und enorm wichtig und ich bin stolz, sie im Namen all unserer Angestellten weltweit zu machen. Es liegt fest in unserer Kultur, dass wir uns bei all unseren Handlungen ethisch vertretbar und verantwortungsvoll verhalten. Wir wissen, dass wir als globaler Großkonzern in der Pflicht sind, alles zu tun, was wir können, um gegen die Klimakrise anzukämpfen.

So stehe das Klimaziel im Einklang mit den vielen weiteren Bestrebungen des Konzerns. Beispielsweise setze sich Entain intensiv für mehr Gleichstellung und Diversität auf allen Ebenen des Unternehmens ein.

Nach den neuesten Änderungen in der Führungsetage bestehe diese nun zu 40 % aus Frauen. In puncto Diversität habe Entain darüber hinaus vor kurzem den EGR-Award für Diversität und Inklusion erhalten. Insgesamt strebe der Konzern das Erreichen der höchsten Standards für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung an.