Glücksspiel-Konzern Allwyn erwirtschaftet zwei Drittel mehr Umsatz

Veröffentlicht am: 16. June 2022, 10:48 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 16. June 2022, 11:17 Uhr.

Für den tschechischen Glücksspiel-Konzern Allwyn International laufen die Geschäfte in diesem Jahr blendend. Das geht aus dem Geschäftsbericht für das erste Quartal 2022 hervor, den das aus dem Sazka-Konzern hervorgegangene Unternehmen nun veröffentlichte [Seite auf Englisch].

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Der Glücksspiel-Konzern Allwyn machte 65 % mehr Umsatz (Bild: Allwyn)

Dem Bericht zufolge betrugen die Bruttoerträge in den ersten drei Monaten des Jahres 869 Mio. Euro. Damit wuchs das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal um 65 %, als die Einnahmen bei 526 Mio. Euro lagen.

„Normalisiertes“ Geschäftsumfeld

Ein wichtiger Grund für die guten Geschäfte sei das „normalisierte geschäftliche Umfeld“ in diesem Jahr. Die Rücknahme vieler Corona-bedingter Restriktionen habe dem terrestrischen Glücksspiel-Geschäft des Mehrheitseigners der Casinos Austria AG zu einem merklichen Aufschwung verholfen. Dies betreffe insbesondere die Märkte in Österreich, Italien, Zypern und Griechenland, wo Allwyn mit seinen Tochterunternehmen stark vertreten sei.

Allwyn-CEO Robert Chvatal äußerte sich in einem Statement entsprechend zufrieden:

Ich freue mich, berichten zu können, dass Allwyn International stark in das Jahr gestartet ist und mehrere wichtige strategische Initiativen sowie erneut solide Ergebnisse vorgelegt hat.

Dies zeige sich neben den gestiegenen Bruttoerträgen in noch stärkerem Maße beim EBITDA. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen habe sich auf knapp 269 Mio. Euro und damit um 86 % erhöht.

Strategische Entscheidungen für künftiges Wachstum

Die Rückkehr zur Normalität sei dabei nur ein Faktor für die herausragenden Zahlen. Darüber hinaus hätten optimierte Prozesse zu dem guten Geschäft beigetragen. Diese bildeten die Grundlage für künftiges Wachstum, so Chvatal.

In der zunehmenden Inflation sieht Allwyn eines der größten Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung. Bereits in den vergangenen Wochen hätten die steigenden Preise zu einer Zurückhaltung der Spieler beigetragen. Eine signifikante Beeinträchtigung des Geschäfts sei bisher allerdings noch nicht erkennbar.

Der Allwyn-CEO fügte hinzu, dass das erste Quartal nicht nur in Bezug auf die Erträge herausragend gewesen sei. Ein weiteres besonderes Ereignis sei die angekündigte Fusion mit dem US-Unternehmen Cohn Robbins Holdings Corp. Diese werde die Grundlage für die Aufnahme von Allwyn-Aktien an der New Yorker Börse bilden.

Als weiteres Highlight bilde die Entscheidung der britischen Behörden, Allwyn die Lizenz zum Betrieb der Nationallotterie zu übertragen. Auch dies werde dazu beitragen, die Ertragssituation des Glücksspiel-Konzerns in Zukunft zu sichern.