Glücksspiel-Entwickler Evoplay verkauft NFTs zur Unterstützung der Ukraine

Veröffentlicht am: 5. April 2022, 01:23 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 5. April 2022, 01:23 Uhr.

Evoplay, der ukrainische Entwickler für Casinospiele, hat fünf themenbezogene Non-Fungible Token (NFTs) entwickelt. Der Erlös durch den Verkauf soll den ukrainischen Streitkräften zugutekommen, teilte Evoplay am Montag in einer Erklärung mit.

NFTs Evoplay, Bilder
Evoplay hat NFTs entwickelt. Der Erlös geht an die ukrainische Armee. (Bild: Evoplay, casino.org)

Alle fünf NFTs sind auf der Vertriebsplattform OpenSea [Seite auf Englisch] zu finden. Die offizielle Versteigerung soll am 6. April 2022 um 11 Uhr beginnen. Das Geld werde direkt zur offiziellen Spendenseite der Nationalbank der Ukraine fließen.

Images of War – Kriegsbilder

Die Serie wurde „Images of War“ genannt und soll den „Mut, den Glauben und die Stärke“ der Ukraine und die Fähigkeit der Nation zeigen, dem russischen Angreifer die Stirn zu bieten.

Die von Flammen umgebene Frau mit dem Titel „UA24.02.22“ soll an den ersten Tag des Krieges erinnern. Die Blumen in den Nationalfarben der Ukraine symbolisieren den Glauben an den baldigen Sieg.

„Guardian“, der Soldat mit dem Funkgerät, wurde zu Ehren der ukrainischen Armee geschaffen. „Unbeat.Able“, die Taube in Kriegsbekleidung, soll dafür stehen, dass „nur durch Vereinigung und gemeinsame Anstrengungen“ Frieden erreicht werden kann.

„War Lullaby“, das einen Stoffhasen vor einem zerbombten Haus zeigt, ist eine berührende Hommage an die Kinder, die ihr Leben verloren haben und die derzeit unter dem Krieg leiden.

„Mariupol“, das eine Frau am Fenster zeigt, ist der Stadt gewidmet, die von den russischen Truppen zerstört wurde.

Evoplay bringt Mitarbeiter in Sicherheit

Ein großer Teil des Evoplay-Teams lebte und arbeitete in der Ukraine. Als die Invasion am 24. Februar begann, setzte das Unternehmen seine Notfallpläne um und evakuierte die Menschen aus den Kriegsgebieten.

Rund 15 % der Angestellten sollen sich für einen Umzug nach Zypern entschieden haben. Dabei habe das Unternehmen sowohl finanzielle als auch logistische Unterstützung geleistet.

Für diejenigen, die sich entschieden hätten, in der Ukraine zu bleiben, seien Arbeits- und Wohnmöglichkeiten für ihr neues Büro in Lemberg im Osten des Landes organisiert worden.

Evoplay habe zudem an eine Reihe von Programmen gespendet, um Menschen in der Ukraine und Freiwilligeninitiativen zu unterstützen. Darüber hinaus habe sich ein erheblicher Teil der Mitarbeiter von Evoplay verpflichtet, sich freiwilligen Hilfsmaßnahmen anzuschließen. Den Beteiligten sei dafür unbegrenzter Urlaub und finanzielle Unterstützung gewährt worden.

Evoplay-CEO Ivan Kravchuk kommentierte:

Wir können während dieses Konflikts nicht untätig bleiben, und als ukrainisches Unternehmen suchen wir ständig nach neuen Wegen, um die ukrainischen Hilfsmaßnahmen zu unterstützen.

Evoplay erklärte, dass das Studio wie gewohnt von seinen neuen Standorten in ganz Europa aus operieren werde. Es sei sichergestellt, dass die Studiospielentwicklung wie geplant im Jahr 2022 fortgesetzt werde.