Studie: Gesperrte Spieler verzeichnen bessere Lebensqualität
Posted on: 18/11/2025, 02:43h.
Last updated on: 17/11/2025, 12:50h.
- Für das Glücksspiel gesperrte Spieler steigern ihre Lebensqualität.
- In Australien ist dies bei drei Viertel der gesperrten Spieler der Fall.
- Bereits über 50.000 Einträge im BetStop-Sperrregister.
Australien zählt weltweit zu den Ländern mit dem größten Glücksspielkonsum in der Bevölkerung. Entsprechend hoch ist auf dem Fünften Kontinent auch die Zahl der Problemspieler, die sich in einem Sperrregister anmelden. Dort gesperrte Spieler berichten nun von einer erheblich gesteigerten Lebensqualität.

Ende vergangener Woche veröffentlichte die Kommunikationsbehörde die Ergebnisse einer entsprechenden Untersuchung. Nach Angaben der Australian Communications and Media Authority (ACMA) gaben 77 % nach ihrer Spielersperre ein gesteigertes Wohlbefinden an.
Sogar 79 % der befragten Problemspieler berichten von einer verbesserten psychischen Gesundheit. Dies wirkt sich ebenfalls auf das Zwischenmenschliche aus. So betonen 69 %, dass ihre Beziehung zu Partner, Familie und Freunden durch den BetStop-Eintrag gestärkt werden konnte.
Entsprechend zuversichtlich zeigte sich ACMA-Vertreterin Carolyn Lidgerwood. Sie erklärte, dass die Umfrage- und Forschungsergebnisse zeigen, wie der Selbstausschluss den Australiern helfe, ihr Spielverhalten zu kontrollieren:
Wir wissen, dass Online-Glücksspiele für zu viele Menschen in unseren Gemeinden großen Schaden anrichten. Es ist wunderbar zu sehen, dass sich das nationale Selbstausschlussregister positiv auswirkt. Die Geschichten, die uns erzählt wurden, sind sowohl bewegend als auch überzeugend.
Um den Spielerschutz landesweit zu stärken, sei die Kenntnis über das Sperrregister von entscheidender Bedeutung. Die ACMA wolle deshalb sicherstellen, dass jeder Online-Spieler in Australien über die Möglichkeiten zum Selbstausschluss informiert sei, so Lidgerwood.
Der Aufwand stehe dabei in überragendem Verhältnis zum Nutzen. Die Registrierung dauere lediglich fünf Minuten, könne aber das Leben von Problemspielern und ihren Angehörigen deutlich zum Positiven verändern.
Nachhaltige Verhaltensänderung
Die ACMA-Statistik förderte überdies die Nachhaltigkeit der Spielersperre zutage. Ihr zufolge beendeten 81 % ihren Glücksspielkonsum komplett. Weitere 15 % berichten von einer teils deutlich eingeschränkten Teilnahme am Online-Glücksspiel.
Laut Studie zeigten die aktivsten Spieler die größten Verhaltensänderungen. Vor ihrem Selbstausschluss spielten 75 % der Gesperrten mindestens einmal pro Woche. Ein großer Anteil von ihnen nutzte dabei mehrere Glücksspiel-Apps parallel. Nachdem diese Spieler nicht mehr auf ihre Konten bei den Anbietern zurückgreifen konnten, ging ihre Spielaktivität am stärksten zurück.
Zugleich zeigte die Studie beim Register BetStop einen neuen Rekordwert: Seit dem Start des Programms im August 2023 haben sich mehr als 50.000 Australier für einen Selbstausschluss entschieden. Aktuell sind dort über 32.000 Spieler aktiv ausgeschlossen.
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