Drogenhandel in US-Casino: 17 Jahre Haft für Crystal Meth-Dealer

Veröffentlicht am: 10. März 2020, 01:28 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 10. März 2020, 01:28 Uhr.

Ein 30-jähriger Mann aus Rochester im US-Bundesstaat Minnesota muss für 17 Jahre ins Gefängnis. Dies entschied in der vergangenen Woche der U.S. District Court in Minneapolis. Steven Allen L. hatte im Black Bear Casino in Carlton County, Minnesota, im großen Stil mit Rauschgift gehandelt. Bei seiner Festnahme im Mai 2019 hatten die Ermittler über 600 g Methamphetamin in seinem Fahrzeug sichergestellt.

Crystal Meth Kristalle
Der Verurteilte hatte große Mengen Crystal Meth in einem Casino verkauft (Quelle:flickr.com/Find Rehab Centers, licensed under CC BY-2.0)

204 Monate Gefängnis

Gemeinsam mit seiner Komplizin Tiffany G. (24) hatte sich der Angeklagte bereits im Oktober 2019 vor Gericht im Sinne der Anklage schuldig bekannt. Nun muss Steven L. wegen Verabredung zum Verkauf von Methamphetamin für 204 Monate ins Gefängnis. Tiffany G. wurde zu 60 Monaten Haft verurteilt.

Angaben der Ermittler zufolge soll Steven L. für den großflächigen Vertrieb von Crystal Meth im gesamten Gebiet des Bundesstaates Minnesota verantwortlich gewesen sein.

Das Black Bear Casino Resort (Seite auf Englisch) in Carlton, Minnesota, lockt Besucher mit 1.800 Spielautomaten und einer Vielzahl von Tischspielen. Ein zwölfstöckiger Hotelturm und eine Golfanlage sowie diverse gastronomischen Betriebe runden das Angebot ab.

Das endgültige Aus seiner Geschäfte war besiegelt, als ein anonymer Informant die Behörden darauf aufmerksam machte, dass der 30-Jährige vermehrt Drogen im örtlichen Black Bear Casino verkaufe.

Ein bunter Strauß verbotener Substanzen

Bei der anschließenden Durchsuchung des Fahrzeugs des nun Verurteilten seien die Ermittler auf einen verdächtigen Rucksack gestoßen. Dieser habe neben an Steven L. adressierter Post auch rund 615 Gramm Methamphetamine enthalten.

Laut Staatsanwaltschaft war das Duo bereits mehrfach einschlägig auffällig geworden:

Der Anklage zufolge haben sich L. und G. vom November 2018 bis zum 29. Mai 2019 zusammengetan, um mehr als 500 Gramm Methamphetamin zu verkaufen. L. besaß auch Hydrocodon, Oxycodon, Alprazolam, Clonazepam, MDMA und Marihuana, die alle nach Bundesgesetz kontrollierte Substanzen sind.

Beide Angeklagte waren nach ersten Festnahmen zunächst auf Kaution entlassen worden. Nachdem ihr Casino-Geschäft aufgeflogen war, legte das Gericht die Kaution auf 300.000 USD fest. Seither hatten sich beide in Untersuchungshaft befunden.