Schlammschlacht zwischen Doug Polk und Daniel Negreanu soll am Pokertisch enden

Veröffentlicht am: 30. Juli 2020, 01:54 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 30. Juli 2020, 03:46 Uhr.

Die jahrelange Schlammschlacht zwischen dem ehemaligen Pokerspieler Doug Polk und dem GGPoker-Botschafter Daniel Negreanu könnte bald in einem Heads-up-Duell enden. Nachdem sich die Poker-Promis in dieser Woche einen verbalen Schlagabtausch auf Twitter geliefert haben, soll das 1-gegen-1 nun ein für alle Mal klären, wer der bessere Pokerspieler ist.

Doug Polk am Pokertisch
Doug Polk will Daniel Negreanu am Pokertisch bezwingen. (Quelle: Doug Polk WPT Alpha8 Las Vegas (S2) by WPT, licensed under CC BY-NC 2.0)

Grund für die erneute Auseinandersetzung zwischen den Zankhähnen war ein Twitch-Stream von Ex-PokerStars-Teammitglied Negreanu. Darin drohte der Kanadier einem Zuschauer mit Gewalt. Polk hatte daraufhin ein kritisches Video über Negreanu auf YouTube gepostet und ihn zum Heads Up herausgefordert.

Auf Twitter [Link auf Englisch] schrieb Polk am Dienstag:

Wenn dieser Tweet 1.000 Retweets bekommt, werde ich zum Poker zurückkehren für ein erbittertes No-Limit Hold’em Heads-up-Match für meine Bankroll gegen Daniel Negreanu. Er wird aber nicht antreten, weil er weiß, dass er keine Chance hat zu gewinnen.

Mit dieser Einschätzung lag Polk jedoch falsch. Nur wenige Stunden nach seinem Tweet akzeptierte Negreanu die Herausforderung. Nun diskutieren beide Parteien die Konditionen des Duells, welches im Internet übertragen werden soll.

Polk und Negreanu waren in der Vergangenheit aus verschiedenen Gründen in Streit geraten. Besonders empört zeigte sich Polk jedoch über Negreanus Verteidigung des Online-Poker-Anbieters PokerStars. Dieser hatte vor einigen Jahren den Hausanteil [Rake] erhöht und sein VIP-System zum Nachteil von professionellen Online-Poker-Spielern verändert.

Wie könnte das Match ablaufen?

Daniel Negreanu schlägt derzeit drei Formate vor, in denen der Wettkampf ausgetragen werden könnte.

Zum einen könne eine bestimmte Zahl von Händen mit einem festen Limit gespielt werden. Zum anderen sei eine Struktur möglich, bei der die Einsätze alle 1.000 gespielte Hände steigen, bis ein Spieler all sein Geld verloren hat. Als dritte Variante bietet der 46-Jährige fünf Matches um jeweils 100.000 US-Dollar an, bei dem die Einsätze alle 1.000 Hände steigen, beginnend bei Blinds von 200-400 US-Dollar.

Polk hat auf Twitter bereits bekanntgegeben, eines der ersten beiden Formate vorzuziehen. Das Letztere sei einem „Sit and Go“ zu ähnlich. Den 32-Jährigen beschäftigt im Augenblick die Vermarktung des Matches. Auf seinem Twitter-Profil können User Ideen zum Austragungsort [Online-Poker-Anbieter], zu Streaming-Plattform und Wunschkommentatoren äußern.

Lange gedulden müssen sich die Fans womöglich nicht. Als möglicher Starttermin wird Mitte September oder Anfang Oktober genannt.