Daniel Negreanu kämpft für Copyright von Poker-Fotografen

Veröffentlicht am: 29. September 2021, 12:52 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 29. September 2021, 12:52 Uhr.

Daniel Negreanu hat sich der Forderung nach Anerkennung und Bezahlung von Pokerfotografen in einem derzeit schwelenden Urheberrechtsstreit mit PokerPaint angeschlossen. Das selbsternannte Unternehmen für „Kunst für Spieler und High Roller“ wird beschuldigt, gegen die Copyright-Bestimmungen verstoßen zu haben.

Tastatur, Copyright
Poker-Pro Daniel Negreanu setzt sich für Poker-Fotografen ein. (Bild: pixabay.com)

So soll PokerPaint unter anderem Fotos von Phil Hellmuth [Seite auf Englisch], Phil Galfond, Matt Berkey, Dan Cates und Jason Koon produziert oder reproduziert haben. Während einige Bilder bereits aus dem Portfolio entfernt worden sein dürften, ist das Bild von Berkey derzeit noch für 2.000 USD erhältlich.

In einem Post auf Twitter forderte der kanadische Poker Pro die Community auf, die Fotografen zu unterstützen:

Für diejenigen, die das neueste Pokerdrama nicht verfolgen. Der PokerPaint-Typ stiehlt das Eigentum von Poker-Fotografen und verkauft dies dann ohne Erlaubnis. Wir sollten hier alle hinter den Pokerfotografen stehen. Sie arbeiten hart, und es ist beschissen.

PokerPaint zeigt keine Einsicht

Hayley Hochstetter, Leiterin des WSOP-Fototeams eines großen Branchen-Portals, erklärte auf Twitter, dass sie die Erlaubnis zur Verwendung der Bilder in stilisierter Form bereits abgelehnt habe.

Dieselbe Person, die sie um Genehmigung ersucht habe, soll ihr einen Monat später eine Nachricht haben zukommen lassen, an die das bearbeitete Bild angeheftet gewesen sei, dessen Bearbeitung und kommerzielle Nutzung sie zuvor untersagt habe.

Die Personen, die hinter PokerPaint stehen, sollen sich keiner Schuld bewusst sein. Als die Geschichte viral ging, sollen sie behauptet haben, nichts Falsches gemacht zu haben.

Ein Vertreter des Online-Shops erklärte, dass er die Fotos in den sozialen Medien so sehr geschätzt habe, dass er sie auf völlig neue Art und Weise interpretiert habe. Er sei zudem bereit, den Fotografen eine Beteiligung am Gewinn einzuräumen.

Hochstetter entgegnete:

Sie können nicht einfach ein Foto in den sozialen Medien finden, es speichern, mit einem Filter versehen und verkaufen. Sie bilden es nicht nach, Sie stehlen es. Wir als Urheber sind nicht zu einem Prozentsatz verpflichtet, wenn das Bild von Anfang an uns gehört. Die Tatsache, dass Sie die COPYRIGHTED WASSERZEICHEN herausgeschnitten haben, beweist doch, dass Sie genau wissen, was Sie tun.

Fotograf Joe Giron kommentierte, dass niemand von diesem Unternehmen ihn kontaktiert habe, um die urheberrechtlich geschützten Fotos gegen Gebühr zu lizenzieren oder um Erlaubnis zu ersuchen.

Mehrere Pokerspieler, die entweder die bunten, gefilterten fotografischen Inhalte gekauft hatten oder selbst darauf abgebildet waren, zeigten sich äußerst verärgert über die Art und Weise, wie die Werke entstanden seien. PokerPaint soll gebeten worden sein, sich zu den jüngsten Vorwürfen zu äußern. Bislang sei aber noch keine Antwort gekommen.