Casino-Rück­schlag für Trump-Ver­trau­te Adel­son in Texas

Posted on: 17/10/2025, 01:23h. 

Last updated on: 16/10/2025, 05:28h.

  • In Texas haben die Casino-Bemühungen der Trump-Vertrauten Miriam Adelson einen Rückschlag erlitten.
  • Die Sands-Besitzerin pumpt dort Millionen in Lobbyarbeit.
  • Zur Wahl stehende Politiker sprechen sich unisono gegen Glücksspiel aus.

Der Lone Star State kennt in puncto Glücksspiel keine Gnade. In dem US-Bundesstaat herrscht eines der striktesten Glücksspielgesetze des Landes. Die Bemühungen der Trump-Vertrauten Adelson für eine Casino-Legalisierung in Texas haben deshalb nicht ganz unerwartet einen Rückschlag erlitten.

Miriam Adelson
Adelsons Chancen sinken in Texas (Bild: Gage Skidmore, CC BY-SA 2.0)

Auslöser für die möglicherweise zerstörten Casino-Hoffnungen der Milliardärin ist die Wahl des künftigen Generalstaatsanwalts von Texas. Dessen Wahl steht im März kommenden Jahres an und beeinflusst die Weichenstellung der Gesetzgebung auch im Hinblick auf das Glücksspiel.

Die vier aussichtsreichsten Bewerber der Republikaner haben sich in den vergangenen Tagen und Wochen noch einmal ausdrücklich gegen das Glücksspiel ausgesprochen. Damit droht eine Fortführung der rigiden Gesetzgebung im Südwesten der USA.

Zur Wahl stellen sich unter anderem der Ex-Marine Aaron Reitz sowie der Abgeordnete Chip Roy und Senator Mayes Middleton. Alle drei haben sich für die Bekämpfung illegaler Glücksspielaktivitäten ausgesprochen. Dazu gelten sie als Befürworter der aktuellen Rechtslage, die Online-Glücksspiel und Casinos in Texas ausdrücklich untersagt. Einzige Ausnahmen sind eine Reihe von Stammes-Casinos, die von Angehörigen der First Nations betrieben werden.

Auch die laut Prognosen mit den größten Chancen ausgestattete Bewerberin, Senatorin Joan Huffman, hat sich für die Beibehaltung der aktuellen Gesetze ausgesprochen. Sie gilt insbesondere als Gegnerin von Online-Casinos und illegalen Glücksspiel.

Adelson unterstützt Kandidaten mit Millionen

Trotz der ablehnenden Haltung der Kandidaten scheint Trump-Vertraute Adelson die Hoffnung nicht aufgeben zu wollen. Das Fernziel ihres Sands-Konzerns ist die Eröffnung eines Casinos in einer texanischen Metropole wie Dallas.

Auch aus diesem Grund unterstützt sie einige führende Republikaner mit viel Geld. So soll sie für deren Wahlkämpfe über 9,3 Mio. USD bereitgestellt haben.

Allein der Kandidat John Huffman erhielt von Adelson 500.000 USD. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Casino-Besitzerin in ihm einen möglichen Verbündeten für die künftige Legalisierung von Glücksspiel sieht.

Mit ihrer Ablehnung stehen die Kandidaten für das Amt des Generalstaatsanwalts nicht allein dar. Bei den Republikanern gilt es als ausgemacht, dass Glücksspiel nicht legalisiert werden sollte.

Ein prominenter Gegner der Legalisierung ist Vizegouverneur Dan Patrick, der sich zur Wiederwahl stellen wird. Patrick erklärte wiederholt, dass es im Senat von Texas kein Bestreben für eine Ausweitung des Glücksspiels gebe. Daran werden auch die vielen Millionen der Casino-Besitzerin wahrscheinlich nichts ändern.