Casino Duisburg bietet neues Blackjack-Erlebnis mit Live Dealer-Angebot von Interblock

Veröffentlicht am: 22. August 2018, 11:23 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 22. August 2018, 12:11 Uhr.

Das Duisburger Casino ist um eine Attraktion reicher, denn die Spielbank gehört zu den ersten Anbietern, die Besuchern eine neue Version des beliebten Blackjack-Kartenspiels zur Verfügung stellt. Die Besonderheit des Systems von Interblock ist, dass beliebig viele Personen per Bildschirm zu einem Live Dealer-Tisch geschaltet werden und dabei an bis zu drei Tischen gleichzeitig zocken können.

Interblock Blackjack
Das neue System bietet Spielern und Casinos viele Vorteile (Bild: Interblock)

Die Basis der innovativen Technik bildet ein intelligenter Kartenschlitten samt LCD-Display für den Dealer sowie Kameras zum Live-Stream der am Tisch gezogenen Karten. Dank der hochauflösende Kameralinsen können Spieler das Geschehen auf ihren Bildschirmen genau verfolgen und ihre Einsätze tätigen.

Gleichzeitig Vorteile für Spieler und Betreiber

Der mit modernster Technik ausgestattete Kartenschlitten stellt dabei sicher, dass jedes gezogene Blatt für die über die Bildschirme zuschauenden Spieler präzise zu erkennen ist. Dank der Interblock-Technologie können diese nicht nur an bis zu drei Tischen parallel zocken, sondern sie können sich über das Display zusätzlich über Trends und die bisherige Entwicklung an den einzelnen Tischen informieren.

Casino Duisburg
Duisburg gehört zu den ersten Standorten des neuen Slots (Bild: Westspiel)

Neben der größeren Vielfalt für die Spieler hat das System für die Casinobetreiber einen unschätzbaren Vorteil: Die optionalen Bildschirmplätze ermöglichen die Zuschaltung beliebig vieler neuer Spieler, die ansonsten an den Spieltischen keinen Platz fänden. So kann das Casino seine Kapazität auf gegebenem Raum vergrößern und auf diese Weise die Betriebskosten reduzieren.

Darüber hinaus können über das System unterschiedlichste Blackjack-Varianten gespielt werden, ohne dass die Spieler den Spieltisch wechseln müssten. Dabei kann das Casino Personalkosten einsparen, denn die Dealer können einen sehr viel größeren Spielerkreis bedienen, als ihnen dies an einem einzigen Tisch möglich wäre.

Im Mai wurde das System von Interblock auf den Markt gebracht und unter anderem im Thunder Valley Casino Resort im US-Bundesstaat Kalifornien eingeführt. Hierzulande feiern die Geräte in der Ruhrgebietsstadt ihre Premiere. Michael Wiebeck, Verantwortlicher für die Automatenspiele des Duisburger Casinos bei dem in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen Betreiber Westspiel, sagt zu dem neuen Angebot:

“Interblocks Dealer Assist BlackJack passt hervorragend in unsere Strategie zur Schaffung eines hochwertigen Angebots, das wir durch Investitionen in den Gerätepark vorantreiben. Der Automat hat ein Top-Design, er ist modern und darüber hinaus technisch einzigartig. Die frühe Nutzung des Slots durch uns erklärt, warum wir zu den Trendsettern im deutschen Casino-Markt gezählt werden.”

Die Slots von Interblock werden in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und in der Schweiz von Spirit Gaming betrieben. Nach Angaben der Casinoleitung hat sich das Spiel bereits in kurzer Zeit unter den Besuchern des Bereichs mit klassischen Casinospielen als sehr beliebt herausgestellt.

Über die Systemeinstellungen lassen sich an den einzelnen Spieltischen Zeit- und Einsatzlimits festlegen. Im Duisburger Ableger der Westspiel-Gruppe wird der den Dealer unterstützende Slot deshalb unter anderem auch bei Turnieren eingesetzt. Dort gewinnt derjenige, der nach einer Zeitspanne von 20 Minuten die meisten Punkte eingestrichen hat.

Spielhallen verklagen die Stadt Duisburg

Spielautomat
11 Spielhallen stehen vor der Schließung (Bild: waz)

Das neue Angebot ist eine gute Nachricht für Blackjack-Fans. Sie kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch in Duisburg Glücksspiel-Betreiber mit kräftigem Gegenwind von staatlicher Seite zu kämpfen haben.

Dies zeigt sich gerade bei einer Klage, die elf Spielhallen gegen die Stadt angestrengt haben. Dabei geht es um die von behördlicher Stelle verordnete Schließung der Casinos. Grundlage für die Entscheidung ist der im Dezember 2017 in Kraft getretene Glücksspielstaatsvertrag, demzufolge ein Mindestabstand zwischen den einzelnen Etablissements einzuhalten ist.

Dessen genaue Länge unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland und beträgt in Nordrhein-Westfalen 350 Meter. Hinzu kommt der von der Stadt eingeforderte Besitz einer glücksspielrechtlichen Genehmigung. Um diese zu erhalten, werden die Antragsteller vom zuständigen Ordnungsamt auf ihre persönliche Zuverlässigkeit hin überprüft.

Insgesamt wurde nach strenger Auslegung der beiden Kriterien 22 Spielhallen die Betriebserlaubnis entzogen. Bei bisher 128 existierenden Casinos im Stadtgebiet entspricht dies einer Reduzierung um etwa 20 %.

Die Spielhallen bringen Duisburg viel Geld
Obwohl die Stadt verstärkt gegen das Glücksspiel vorgeht, sprudeln die Einnahmen aus dem Bereich weiterhin kräftig. Spielte die Automaten-Branche 2013 noch 6,9 Millionen Euro an Steuergeldern ein, so lagen die Einnahmen für die Staatskasse 2017 bereits bei knapp 7,5 Millionen Euro.

Die von der Schließung betroffenen Casinos treten in bestimmten Stadtvierteln besonders massiv auf. So befinden sich im Stadtteil Marxloh allein auf einer Straße acht Spielhallen innerhalb des 350-Meter-Mindestradius. Das von Kriminalität und sozialen Problemen geprägte Viertel steht jedoch nicht allein, denn auch in den Stadtteilen Hochfeld und Stadtmitte existierten bisher je fünf Betriebe, die zu nah aneinander liegen.

Die klagenden Betreiber erhoffen sich eine Verlängerung ihrer Betriebsgenehmigungen oder zumindest eine Ausnahmeregelung, die ihnen die Weiterführung der Spielhallen unter Auflagen ermöglicht.