Buchmacher bietet Wetten auf Flashmob-Sturm auf Area 51

Veröffentlicht am: 17. Juli 2019, 01:08 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 17. Juli 2019, 01:24 Uhr.

Für den 20. September 2019 ist die Facebook-Veranstaltung „Storm Area 51“ angekündigt, bei der das Militärsperrgebiet „Area 51“ im US-amerikanischen Bundesstaat Nevada gestürmt werden soll. Was ursprünglich als Scherz gedacht war, hat sich zum viralen Hit entwickelt und dazu geführt, dass Buchmacher nun Wetten auf das Event anbieten. Dabei könnte der Flashmob für Teilnehmer durchaus gefährlich werden, denn das Betreten ist nicht nur strengstens verboten und kann mit hohen Geldbußen oder Haftstrafen geahndet werden, sondern es könnte sogar unter Einsatz von Waffengewalt verhindert werden.

Area 51 Militärgebiet Warnschild
Ein Scherzposting auf Facebook kündigt den Sturm auf das US-Militärgebiet Area 51 an. (Bild: Wikipedia)

Sturm auf das Sperrgebiet „Area 51“

 

Auf Facebook haben Unbekannte für den 20. September die Veranstaltung „Storm Area 51, They Cant Stop All of Us“ (übersetzt: „Sturm auf Area 51, sie können uns nicht alle stoppen“) erstellt. Vorgebliches Ziel sei es hierbei, die US-Militärbasis Area 51 zu stürmen, um die sich viele Mythen ranken und von der einige glauben, hier seien Beweise für außerirdisches Leben zu finden.

Das militärische Sperrgebiet Area 51

Die Militärbasis „Area 51“, die offiziell den Namen „Groom Lake“ trägt, liegt im US-Bundesstaat Nevada, etwa 80 Kilometer nordwestlich von Las Vegas. Die amerikanische Regierung hat die Existenz der Anlage lange geheim gehalten. Während der Ufologe Robert Lazar bereits 1989 in einem Interview behauptete, hier werde mit außerirdischer Technologie experimentiert, bestätigte die CIA erst im Jahr 2013 offiziell die Existenz der Militärbasis. Seit Jahrzehnten ranken sich um das Gebiet zahlreiche Verschwörungstheorien. So nehmen einige Verschwörungstheoretiker an, dass auf der Militärbasis außerirdische Lebensformen und abgestürzte Raumschiffe erforscht oder exotische Waffen entwickelt würden sowie Treffen mit Außerirdischen stattfänden.

Für den Flashmob ist als Treffpunkt das „Alien Center“ angegeben. Von hier aus wolle man sich Zutritt zum Gelände verschaffen und dabei den Naruto-Run machen, mit dem man sich laut Veranstalter schneller als „ihre Kugeln“ bewegen könne. „Naruto-Run“ spielt dabei auf die Anime-Serie Naruto Shippūden an, deren Protagonist die Arme nach hinten ausstreckt, um auf diese Weise schneller laufen zu können.

Mittlerweile haben 1,4 Millionen Facebook-Nutzer angekündigt, an der Veranstaltung teilzunehmen und weitere 1,1 Millionen sind am Event interessiert. Die Veranstaltung wurde als Internet-Gag ins Leben gerufen, hat aber derart viel Aufmerksamkeit erfahren, dass mittlerweile sogar die Air Force vor der Umsetzung des Planes warnt.

Während einer der Facebook-User darauf hinweist, dass dies als Scherz gemeint und nicht geplant sei, den Sturm auf die Militärbasis in die Tat umzusetzen, sah sich die Air Force zur Stellungnahme genötigt. Sprecherin Laura McAndrews sagte:

„[Area 51] ist ein Truppenübungsplatz für die US Air Force und wir würden jeden davon abhalten, in das Gebiet einzudringen, auf dem amerikanisches Militärpersonal ausgebildet wird.“

McAndrews wies darauf hin, dass jeder Versuch, Militäreinrichtungen oder Truppenübungsplätze zu betreten, illegal und gefährlich sei.

Dass mit dem Betreten des Sperrgebietes nicht zu scherzen ist, zeigte erst im Januar der Versuch eines Mannes, die Basis zu stürmen. Er durchfuhr die Sicherheitskontrolle in Mercury, verließ seinen Wagen, nachdem er einige Kilometer von den Sicherheitskräften verfolgt wurde. Als er sich ihnen mit einem zylindrischen Objekt in der Hand näherte und der Aufforderung stehenzubleiben nicht nachkam, wurde er erschossen.

 

Wetten auf den Area 51 Flashmob

 

Facebook Event Storm Area 51
Das Facebook-Event “Storm Area 51” hat bereits 1,4 Mio. Zusagen. (Bild: facebook.com)

Buchmacher nutzen den Hype um das Event und bieten Wetten darauf an. So bietet der Online-Buchmacher Bovada eine Quote von -350 darauf an, dass das Gebiet nicht gestürmt wird. Darauf, dass das Gebiet tatsächlich am 20. September gestürmt wird, bietet Bovada eine Quote von +225.

Bei BetOnline werden zudem Wetten zu einer Quote von + 305 darauf angeboten, dass Präsident Trump noch vor dem 20. September per Twitter vor dem Sturm auf die Area 51 warnt. Weitere Wetten betreffen die Anzahl der Facebook-Nutzer, die sich für die Veranstaltung anmelden werden.

Viele der Facebook-User, die sich für die Veranstaltung angemeldet haben, scheinen diese tatsächlich ernst zu nehmen. Das Gasthaus „The Little A’Le’Inn“, welches sich in der Nähe der Area 51 befindet, berichtete der amerikanischen Tageszeitung The New York Times, dass es für den Zeitpunkt der Veranstaltung ungewöhnlich viele Reservierungen erhalten habe.

Die Besitzerin des Gasthauses, Connie West, führte weiterhin aus, dass überall um das Militärgebiet herum Schilder auf die Konsequenzen hinweisen, die das unerlaubte Betreten nach sich ziehen könnte. So drohen Gefängnisstrafen sowie der Einsatz von Waffengewalt. Zudem gäbe es genügend Helikopter und Militärflugzeuge, die einen Zutritt verhinderten.