Britischer Glücksspiel-Verband fordert gerechten Wettbewerb nach dem Lockdown

Veröffentlicht am: 20. Februar 2021, 05:30 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 19. Februar 2021, 05:45 Uhr.

Der britische Glücksspielverband Betting and Gaming Council (BGC) hat die Regierung aufgefordert, nach Beendigung des Lockdowns den Wettbüros und Casinos die gleichen Wettbewerbsbedingungen zuzugestehen wie allen anderen nicht essenziellen Unternehmen. Dies teilte der BGC am Freitag in einer Presseerklärung [Seite auf Englisch] mit.

Tube, U-Bahn, Menschen, Bahnsteig, Schild
Glücksspielverband Großbritannien fordert gerechten Weg aus dem Lockdown. (Bild: pixabay.com)

Der Aufruf des Verbands folgte, nachdem bekannt geworden war, dass der britische Premierminister Boris Johnson am 22. Februar einen Fahrplan für den Weg aus dem Lockdown bekanntgeben wolle. In diesem Zuge soll auch ein Öffnungstermin für den nicht essenziellen Einzelhandel verkündet werden.

BGC-CEO Michael Dugher erklärt:

Wettbüros müssen neben anderen nicht wesentlichen Einzelhandelsgeschäften wiedereröffnen dürfen. Im vergangenen Sommer, als die meisten Wettbüros wieder öffnen konnten, zeigten sie, dass sie im Vergleich zu allen anderen Geschäften auf den Hauptstraßen über erstklassige Anti-COVID-Maßnahmen verfügen, um Kunden und Mitarbeiter zu schützen. Ebenso sind Casinos bestrebt, Großbritannien dabei zu helfen, wieder auf die Beine zu kommen.

Die Wirtschaft mithilfe der Glücksspiel-Branche ankurbeln

Dugher erklärt in seinem Statement, dass die 44.000 Mitarbeiter in den Casinos und Wettbüros dazu bereit seien, die wirtschaftliche Erholung des Landes zu unterstützen. Aus diesem Grunde müsse die Branche dieselben Chancen erhalten wie andere Wirtschaftszweige.

Glücksspiel-Branche: ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor

Die Wett- und Glücksspiel-Branche erwirtschaftete 2020 insgesamt rund 3,2 Mrd. GBP für die Staatskasse. Wettbüros beschäftigen 32.500 Mitarbeiter und generieren fast 2,8 Mrd. GBP jährlich. Die Casinoindustrie erwirtschaftet 1 Mrd. GBP und beschäftigt rund 11.500 Menschen.

BGC-Mitglieder und ihre Mitarbeiter hätten die nationalen Bemühungen gegen COVID-19 unterstützt und täten dies auch weiterhin. Mitglieder böten ihre Räumlichkeiten als Test- und Impfzentren an und Mitarbeiter meldeten sich freiwillig zur Unterstützung bei der Einführung des Impfstoffs.

Dugher lobt zudem das Tempo, mit dem der Impfstoff landesweit eingeführt worden sei. Daher verdienten auch die Minister der Regierung Anerkennung für diesen Erfolg.