Las Vegas Sands: Investitionsvorhaben trotz Krise und Verlusten

Veröffentlicht am: 22. Oktober 2020, 12:57 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 22. Oktober 2020, 12:57 Uhr.

Der US-amerikanische Glücksspiel-Gigant Las Vegas Sands Corp hat in diesem Jahr herbe Verluste verbuchen müssen. Am Mittwoch hat der Konzern seinen jüngsten Finanzbericht veröffentlicht [Seite auf Englisch], in welchem die Auswirkungen der Corona-Krise auf seine Geschäfte während des dritten Quartals 2020 dargelegt werden. Trotz der Zahlen zeigt sich der Konzern optimistisch und investitionsfreudig.

Marina Sands Bay Singapur
Las Vegas Sands plant 3,3 Mrd. USD Investition in das Marina Sands Bay Singapur (Bild: Pikist)

Im Vergleich zum dritten Quartal (Q3) 2019 sei der Nettoumsatz des Unternehmens um insgesamt 82 % eingebrochen (von 3,25 Mrd. auf 568 Mio. USD). Der größte Umsatzwegfall gehe dabei auf die Casino-Sparte zurück.

Während die Sands Casinos weltweit in Q3 2019 noch 2,321 Mrd. USD Umsatz generiert hätten, sei diese Zahl in Q3 2020 auf 340 Mio. gefallen. Die Umsätze durch Bettenbelegung und Gastronomie seien um 82,9 % respektive 72,86 % gesunken.

Auch auf das gesamte Jahr 2020 gerechnet zeichneten sich die Verluste bereits jetzt deutlich ab. In den Monaten Januar bis September 2019 habe Sands insgesamt 10,23 Mrd. USD Umsatz generiert, im gleichen Zeitraum 2020 hingegen lediglich 2,466 Mrd. USD, was einem Umsatzverlust von 75,89 % entspricht.

Sheldon Adelson bleibt optimistisch

Laut Sands-Boss Sheldon Adelson seien diese Zahlen dennoch kein Grund zur Sorge. Obwohl die Zahlen im Vergleich zu den Vorjahren stark eingebrochen seien, habe der Konzern seit der Wiedereröffnung vieler Casinos weltweit in den letzten Wochen eine deutliche Erholung der Geschäfte festgestellt.

Adelson kommentiert:

Ich freu mich, sagen zu können, dass sich jeder unserer Märkte weiterhin von der COVID-19-Pandemie erholt. Unsere oberste Priorität während der Erholungsphase bleibt unser Engagement, unsere Mitarbeiter und andere Menschen, die in unseren Gemeinden in Macau, Singapur und Las Vegas Hilfe benötigen, zu unterstützen.

Er sei optimistisch, dass sich die Reise- und Tourismusindustrie früher oder später erholen werde und der Konzern somit auf sein früheres Geschäftsniveau zurückfinde. Es gebe keinen Grund, an einem erneuten Unternehmenswachstum in der Zukunft zu zweifeln.

Milliarden-Investitionen geplant

Adelsons Optimismus scheint sich auch in den Investitionsplänen des Konzerns widerzuspiegeln. Zuletzt hatte Las Vegas Sands 450 Mio. USD in 250 neue Luxus-Suiten im Four Seasons in Macau investiert.

Nun gebe das Unternehmen weitere 1,35 Mrd. USD für die Umfirmierung des Sands Cotai Central in das „Londoner“ aus. Für das umbenannte Casino Hotel seien zahlreiche Verbesserungen geplant, die Anfang 2021 umgesetzt werden sollen.

Weiterhin habe sich an den Plänen, 3,3 Mrd. USD in das Marina Bay Sands in Singapur zu investieren, nichts geändert. Dort solle bis 2024 ein neuer Luxus-Turm entstehen.