Perfider Betrugsversuch mit Foto von kanadischem Lottogewinner

Veröffentlicht am: 15. März 2020, 05:30 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 13. März 2020, 01:07 Uhr.

In Kanada erlangte der Lottospieler Tai Trinh im vergangenen Oktober mittlere Berühmtheit, nachdem er einen millionenschweren Jackpot knackte. Nun versuchten Betrüger, aus seiner Bekanntheit Profit zu ziehen.

Lottogewinner Kanada
Für den Betrug wurde ein Foto der Scheckübergabe verwendet (Bild: ctvnews.ca)

Betrugsversuch via Instragram

So berichten lokale Medien, dass die im westkanadischen Calgary lebende Billie-Jean Duff am 9. März auf Instagram von einer Person kontaktiert worden sei, die sich als Tai Trinh ausgegeben habe.

Tai Trinh hatte Anfang Oktober 2018 bei einer Verlosung der Lotterie Lotto Max das große Los gezogen und 65 Mio. Kanadische Dollar (CAD, umgerechnet 42 Mio. Euro) gewonnen. Die Lottogesellschaft gab dies am 31. Oktober auf einer Pressekonferenz bekannt, bei der der 63-Jährige lächelnd mit dem übergroßen Millionenscheck für die Fotografen posierte. Der oder die Kriminellen verwendeten dieses Bild nun bei dem Betrugsversuch.

In einem Interview mit dem Sender CTV News [Seite auf Englisch] erzählte Billie-Jean Duff, der vermeintliche Lottomillionär habe ihr dazu gratuliert, Geld gewonnen zu haben. Um die Nachricht realistischer erscheinen zu lassen, sei sie mit dem Foto Trinhs bei der Scheckübergabe versehen gewesen.

In der Nachricht habe ihr der Betrüger geschrieben:

“Hallo Glückwünsche!!! Ich bin TAI TRINH der Calgary Alberta Lotto Max Gewinner, du gehörst zu den von unserer Wahlmaschine zufällig auf Instagram ausgewählten glücklichen Gewinnern von $100.000 in diesem Monat aus meinem Giveaway-Programm, bist du bereit, deinen Gewinn für dich zu reklamieren?“

Bevor sie das Geld entgegennehmen könne, müsse sie allerdings 1.000 CAD für “Verwaltungsgebühren“ überweisen.

Sofort Verdacht geschöpft

Billie-Jean Duff sagte dem Sender, dass ihr dies sowie die Wortwahl des Schreibens sofort verdächtig vorgekommen sei. Zudem sei die Nachricht mit einem zweifelhaften Link zu einem YouTube-Video versehen gewesen.

Auch sei ihr bekannt, dass Kriminelle versuchten, Menschen mit ähnlichen Betrugsmaschen um ihr Geld zu erleichtern. Bei Billie-Jean Duff scheinen sie damit an die falsche Person geraten zu sein, denn die Frau informierte umgehend die Polizei, anstatt das Geld zu überweisen.

Matt Frederiksen von der Polizei Calgarys betonte CTV News gegenüber, dass die Beamten häufiger mit derlei Betrügereien konfrontiert würden. Er riet allen Betroffenen, erst mit einem Bekannten zu klären, ob ein solches Schreiben nicht vielleicht in betrügerischer Absicht verschickt worden sei.