Automatenwirtschaft startet Kampagne gegen Spielhallen-Aus
Posted on: 07/11/2025, 03:16h.
Last updated on: 07/11/2025, 03:16h.
- Automatenwirtschaft von Niedersachsen sieht Spielhallen von Schließungen bedroht.
- Der Verband startet eine Kampagne, um das Aus Tausender Jobs zu verhindern.
- Grund ist das Auslaufen der Übergangsregelung für Doppelspielhallen Ende 2025.
In Niedersachsen sieht die Automatenwirtschaft Hunderte Spielhallen durch Schließungen bedroht. Um auf das mögliche Aus aufmerksam zu machen, startete der Verband Ende am Freitag eine öffentlichkeitswirksame Kampagne.

Die Kampagne wurde gemeinsam von den Interessenverbänden Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) und Automatenverband Niedersachsen (AVN) ins Leben gerufen. Beide Organisationen warnen eindringlich vor der drohenden Schließung vieler Spielhallen in dem Bundesland.
Anlass für das Ende der Spielstätten ist das bevorstehende Auslaufen der Übergangsregelung für Doppelspielhallen Die Zeit drängt, dann die Regelung läuft Ende dieses Jahres aus.
Neben Hunderten betroffener Spielhallen sehen die Verbände bis zu 3.000 Arbeitsplätze akut in Gefahr. Dazu erklärte DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker:
Wer Spielhallen schließt, vernichtet nicht nur Tausende Arbeitsplätze – er stärkt das illegale Glücksspiel in Hinterzimmern! Wenn legale Spielhallen verschwinden, zieht das Spiel in Schattenmärkte ab, dort ohne jeglichen Jugend- und Verbraucherschutz.
Das Ende der Übergangsregelung sei somit ein „Konjunkturprogramm für den Schwarzmarkt“, so Stecker. Dies gehe neben den betroffenen Betreibern und deren Angestellten eindeutig auf Kosten der Sicherheit der Bevölkerung, so die deutliche Warnung.
Längere Übergangsfristen gefordert
Um die Krise der ohnehin darbenden Branche abzuwenden, fordern die Initiatoren der Kampagne verlängerte Übergangsfristen für die Mehrfach-Spielhallen. Zur Aufklärung wurde dafür eigens eine eigene Website online gestellt.
Der AVN-Vorsitzende Frank Waldeck mahnte:
Für unsere Gäste bliebe nur das illegale Spiel: ohne Regeln, ohne Schutz. Eine Schließung der Spielhallen zerstört bewährte Arbeitsplätze, vernichtet Fachwissen und führt zum Aus für viele familiengeführte Unternehmen.
Er widersprach damit dem von der Politik forcierten Schrumpfungsprozess der Branche. Statt zusätzlichem Spielerschutz führe dies vielmehr zu „Perspektivlosigkeit, sozialem Schaden und illegalen Strukturen“.
Auch nach dem Aus der Doppelspielhallen würden die Menschen weiterhin spielen. In den illegalen Spielhöllen geschehe dies jedoch ungeschützt und sei mit hohen finanziellen Risiken verbunden.
Tatsächlich zeigen die bei illegalen Betreibern sichergestellten Automaten, dass an ihnen binnen kürzester Zeit Tausende Euro verzockt werden können. Nun bleibt abzuwarten, ob die Kampagne der Branchenverbände in der Landesregierung zu einem Umdenken führen kann.
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