Thai­lands neuer Premier been­det Ca­sino-Hoff­nungen

Posted on: 15/09/2025, 04:12h. 

Last updated on: 15/09/2025, 07:12h.

  • In Thailand sind die Hoffnungen auf den Bau neuer Casino-Resorts massiv gesunken.
  • Grund ist die Wahl des neuen Premierministers Anutin Charnvirakul.
  • Dieser gilt als entschiedener Gegner einer Glücksspiellegalisierung im Land.

In der Glücksspielbranche von Thailand erlebten die Hoffnungen auf eine bevorstehende Legalisierung von Casino-Resorts in der vergangenen Woche einen deutlichen Dämpfer. Auslöser dafür ist die Wahl des neuen Premierministers Anutin Charnvirakul. Dieser steht einer Genehmigung der Spielstätten äußerst kritisch gegenüber.

Jetons auf Spieltisch
Thailändische Casino-Floors wird es vorerst nicht geben (Bild: Pixabay)

Nach dem Sturz der früheren Premierministerin Paetongtarn Shinawatra aufgrund ethischer Verfehlungen in ihrer Regierungsführung stehen die Casino-Träume in dem Land vor dem Aus. Diese waren in den letzten Monaten von einflussreichen Politikern und Wirtschaftsgrößen forciert worden.

Als Grund führten die Befürworter eine Zurückdrängung des grassierenden illegalen Glücksspiels in Thailand an. Darüber hinaus argumentierten sie, dass die Genehmigung von Spielstätten der Wirtschaft einen enormen Schub verleihen würde.

Klare Absage an Casino-Lizenzen

Der frischgewählte Premier zweifelt die Argumentation der Befürworter allerdings erheblich an. Stattdessen erteilte er den Plänen eine deutliche Absage. Gegenüber Medien betonte Charnvirakul Ende vergangener Woche:

Wenn jemand behauptet, Glücksspiel könne die Wirtschaft ankurbeln, würde ich sagen: Warten Sie auf einen anderen Premierminister. Warten Sie nicht auf mich, denn ich bin mit diesem Ansatz nicht einverstanden.

Der Premier verweist dabei auf seine früher Rolle als Glücksspielgegner. Bereits als Innenminister habe er sich gegen die Legalisierung bspw. von Poker ausgesprochen. Er kritisierte, dass es kurz nach Niederlegung dieses Amtes durch ihn legalisiert worden sei, indem es als Sportart anerkannt wurde.

In seiner jetzigen Rolle dürfte er allerdings über ausreichend Macht verfügen, um entsprechende Bestrebungen bei Casinos ins Leere laufen zu lassen. Im Hinblick auf das auch unter vielen Thailändern unbeliebte Glücksspiel und dessen Beseitigung erklärte er:

Wir müssen unserer Nation wieder Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit zurückgeben.

Die möglichen Betreiber und lokale Unternehmen dürften ihre Casino-Pläne aufgrund der deutlichen Worte des neuen Regierungschefs vorerst auf Eis legen. Damit entgehen dem Land voraussichtlich Investitionen in Milliardenhöhe und Tausende neugeschaffene Arbeitsplätze.

Stattdessen fließen die Gelder in andere asiatische Staaten wie Japan, Singapur oder die Philippinen. Für Thailand bedeutet dies, dass Casino-Fans weiterhin einen Bogen um das Land machen werden.