70 Verhaftungen bei Glücksspiel-Razzia in Los Angeles

Veröffentlicht am: 14. Oktober 2020, 12:31 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 14. Oktober 2020, 12:50 Uhr.

Der Polizei von Anaheim ist ein Schlag gegen das illegale Glücksspiel gelungen. Bei einer Razzia in einem zum Spielclub umfunktionierten Geschäft in dem Stadtteil im Südosten von Los Angeles wurden Polizeiangaben zufolge 70 Personen vorläufig verhaftet.

Handschellen, Verhaftung, Hände
13 Verdächtige bleiben in Haft. (Bild: Pixabay/4711018)

Die Razzia habe in einem Hydrokultur-Laden stattgefunden. An dem Ort, an dem tagsüber Pflanzenbedarf verkauft worden sei, hätten außerhalb der regulären Öffnungszeiten ganz andere Geschäfte stattgefunden, so die Ermittler.

Razzia am Morgen

Als die Polizeikräfte am Dienstag gegen 8 Uhr morgens zu der überraschenden Razzia anrückten, seien vor und in dem verdächtigen Gebäude 70 Personen angetroffen worden. Bei der anschließenden Durchsuchung des als „Slaphouse“ bezeichneten Geschäftes seien Spielautomaten sowie eine Reihe weiterer Gegenstände mit Glücksspielbezug entdeckt worden.

Mit „Slaphouse“ bezeichnen Ermittler Geschäfts- und Bürogebäude, in denen illegale Glücksspiele organisiert werden und die zur Tarnung ein unverdächtiges Business betreiben. Der Begriff „slap“ (zu deutsch: klatschen) soll dabei die Geräusche symbolisieren, die Spieler beim Betätigen von Spielautomaten erzeugen. Diese seien oftmals auch außerhalb der illegalen Spielhallen zu hören.

Darüber hinaus seien Bargeld, Waffen und eine Vielzahl verschiedener Drogen beschlagnahmt worden. Aufgrund der sichergestellten Beweise hätten Ermittlungsrichter entschieden, von den ursprünglich 70 festgesetzten Verdächtigen 13 Personen ins Gefängnis zu überführen.

Illegales Glücksspiel als Treiber der Kriminalität

Neben der Zerschlagung der illegalen Spielstätte habe die Razzia einen vorbeugenden Charakter. Schließlich ziehe das Glücksspiel in dem betroffenen Stadtteil oftmals Kriminalität verschiedenster Art an.

Polizei-Sergeant Shane Carringer von der Anaheim-Polizei sagte dazu:

Wir erleben Angriffe, Raubüberfälle, Drogenkonsum und Prostitution. Und oft bemerken die Geschäftsinhaber in der Gegend einen Anstieg der Kriminalität, deren Ursache sie nicht deuten können, weil diese Orte offensichtlich versteckt sind und oft in der Nacht betrieben werden, wenn sie nicht hier im Geschäft sind.

Carringers Aussage wurde Medienberichten zufolge von einem der Verdächtigen, der in dem durchsuchten Betrieb gearbeitet habe, bestätigt. Der namentlich nicht genannte Mann erklärte gegenüber dem Nachrichtensender abc7, dass er froh sei, dass die Spielhölle aufgeflogen sei.

Jedes Mal, wenn Spieler Geld verloren hätten, sei es zu Diebstählen und Raubversuchen gekommen. Damit hätten die Betroffenen versucht, ihre Verluste  auszugleichen. Dies sei „jetzt zum Glück“ vorbei.