Buchmacher William Hill führt Online- und Offline-Geschäfte zusammen

Veröffentlicht am: 1. Juli 2020, 03:06 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 1. Juli 2020, 04:07 Uhr.

Der britische Buchmacher William Hill hat bekannt gegeben, in Großbritannien seine bislang separat verwaltete Online-Abteilung mit dem landbasierten Geschäft unter einheitlicher Führung zusammenzuschließen.

William Hill Filiale Großbritannien
William Hill führt Online- und Offline-Geschäfte zusammen (Bild: Flickr/Mikey/CC BY 2.0)

Wie die Pferdesport-Zeitung Racing Post am Dienstag berichtet hat [Seite auf Englisch], sei die Umstrukturierung Teil der langfristigen Pläne des Unternehmens und ziele auf eine rasche Markterholung nach Corona im Jahr 2021 ab.

Die Leitung des zusammengelegten Geschäftes übernehme der bisherige Online-Chef Phil Walker. Gleichzeitig kündigte der Konzern an, sich nach einer sechsmonatigen Übergangszeit von Nicola Frampton, die das landbasierte Geschäft in den letzten 10 Jahren verantwortete, zu trennen.

In dem verbleibenden Zeitraum würden Walker und Frampton eng zusammenarbeiten, bis die Fusion beider Abteilungen erfolgreich abgeschlossen sei.

William Hill hat in diesem Jahr herbe finanzielle Verluste hinnehmen müssen. Dem jüngsten Geschäftsbericht des Konzerns ist zu entnehmen, welch enorme Auswirkungen das Coronavirus auf alle Geschäftsbereiche gehabt hat. Während der Online-Sektor in den ersten zehn Kalenderwochen 2020 (vor Corona) ein Plus von 16 % verbucht habe, sei es in den folgenden sieben Wochen zu einem Umsatzminus von 21 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gekommen. Die Umsätze aus dem landbasierten Geschäft seien im April und Mai sogar um 85 bis 100 % eingebrochen.

Des Weiteren wolle der Konzern im Zuge der Umstrukturierung ein sogenanntes Markenzentrum der Exzellenz kreieren, welches auf die Optimierung des Marketings ausgerichtet werde. Das Zentrum soll von der derzeitigen Marketing-Chefin Charlotte Emery geleitet werden.

Rückzug aus Stockholm angekündigt

William Hill kündigte in einer separaten Mitteilung zudem an, sich bis Ende des Jahres aus Schweden zurückziehen zu wollen. Das Unternehmen schließe daher sein „Gametek Office“ in Stockholm, einem Entwicklungsstandort von Spielen und Software.

Im Statement des Konzerns heißt es dazu:

Wir folgen einem Team-basierten Ansatz innerhalb der Produktentwicklung und organisieren die Teams gemäß den Geschäftsbereichen, in denen sie arbeiten. Das bedeutet für uns, dass wir die passende Anzahl von Teams mit den passenden Kompetenzen schaffen müssen, weshalb wir einige schwierige Entscheidungen bezüglich der Standorte treffen mussten.

Das Unternehmen biete den Angestellten in Stockholm an, in die Partnerstandorte in Krakau oder Leeds zu wechseln. Insbesondere in Krakau wolle William Hill seine Geschäfte ausbauen und 50 neue Arbeitsplätze schaffen.