Britische Glücks­spiel­kommission verhängt Millionen­strafe gegen Casinos

Veröffentlicht am: 31. März 2021, 12:16 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 31. März 2021, 12:32 Uhr.

Die britische Glücksspielkommission UK Gambling Commission (UKGC) hat am Dienstag bekanntgegeben, dass sie gegen fünf landbasierte Casinos Geldstrafen von insgesamt über 1,3 Millionen GBP verhängt hat. Sie wirft den Betreibern Verstöße gegen ihre Verantwortungspflicht sowie gegen die Anti-Geldwäsche-Regularien der Behörde vor.

Schild UK Gambling Commission
Die UKGC verhängte in letzter Zeit hohe Geldstrafen. (Bild: UKGC)

Aufgrund ihrer Verfehlungen müssen die Betreiber Geldbußen im jeweils sechsstelligen Bereich bezahlen. Die UKGC erklärte zudem, dass sie die Lizenzen der sanktionierten Casinos überprüfen werde.

Gegen die Casinos verhängte Geldstrafen:
260.000 £ Clockfair Limited (Birmingham)
260.000 £ Shaftesbury Casino (West Bromwich)
202.500 £ Les Croupiers Casino Limited (Cardiff)
247.000 £ Double Diamond Gaming Limited (Birmingham)
377.340 £ A&S Leisure Group Limited (Sheffield)

Neben mangelhaften Vorkehrungen zur Verhinderung von Geldwäsche sehe es die Glücksspielkommission als erwiesen an, dass die Clockfair und Shaftesbury Casinos ihre Spieler nicht ausreichend über mögliche Gefahren des Glücksspiels aufgeklärt hätten. Ähnliche Vorwürfe hätten sich bei Double Diamond Gaming bestätigt. Dessen Betreiber habe jedoch nur zweimal gegen den Spielerschutz verstoßen.

Ähnliche Vergehen der Casinos

Das Les Croupiers Casino habe die UKGC sanktioniert, da das Unternehmen es neben unterlassenen Maßnahmen zum Schutz vor Geldwäsche versäumt habe, ein sicheres Glücksspiel zu gewährleisten. Die von der höchsten Geldstrafe betroffene A&S Leisure Group erhielt von der UKGC darüber hinaus eine formelle Verwarnung. Dem Unternehmen seien wiederholt Verstöße gegen seine soziale Verantwortung und Anti-Geldwäsche-Richtlinien nachgewiesen worden.

So habe es A&S unter anderem versäumt, Spieler zu kontaktieren, die hohe Verluste erlitten hätten. Zudem seien die Vorgaben gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung unzureichend umgesetzt.

UKGC-Geschäftsführer Richard Watson erklärte das Vorgehen seiner Behörde in einem Statement [Seite auf Englisch]:

Diese Mängel wurden als Teil unseres kontinuierlichen Bestrebens identifiziert, die Standards in der gesamten Glücksspielbranche zu erhöhen. Jeder einzelne Betreiber muss sicherstellen, dass er die geltenden Regeln befolgt, um das Glücksspiel sicherer zu machen und zu verhindern, dass es zu einer Quelle von Straftaten wird.

Die Bestrafung der terrestrischen Anbieter erfolgt nur kurze Zeit, nachdem die UKGC erneut gegen Online-Casinos aktiv wurde. Mitte März traf es den Anbieter In Touch Games, der zur Zahlung von 3,4 Millionen GBP verurteilt wurde. Zudem wurde erst vor wenigen Tagen das Online-Casino Casumo mit einer Geldstrafe in Höhe von 6 Millionen GBP belegt.