Schwedische Svenska Spel kooperiert mit französischem Pferdewetten-Anbieter PMU

Veröffentlicht am: 16. September 2020, 02:02 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 16. September 2020, 02:02 Uhr.

Der schwedische Glücksspiel-Anbieter Svenska Spel kooperiert mit dem französischen Pferdewetten-Anbieter Pari Mutuel Urbain (PMU), um schwedischen Pferdesport-Liebhabern internationale Pferdewetten zu ermöglichen. Wie Svenska Spel in dieser Woche berichtet hat, soll das Angebot Svenska Spel Trav & Galopp [Seite auf Schwedisch] am 21. September an den Start gehen.

Pferderennen
Schwedische Liebhaber von Pferderennen können künftig auch auf internationale Rennen wetten (pixabay.com, dreamtemp)

Zugang zu internationalen Pferdewetten

Schwedische Wettkunden können somit ab nächster Woche auf Pferderennen weltweit wetten. Das Angebot beinhaltet das in Frankreich beliebte Quinté + (High Five), bei dem der Spieler die fünf bestplatzierten Rennpferde in einem Rennen auswählen muss.

Die Kooperation beinhalte darüber hinaus Streaming-Rechte, welche die Live-Übertragung der Rennen ermöglichten.

Helena Hallman, Produktmanagerin für Pferderennen bei Svenska Spel, freue sich über die Ausweitung der Angebote:

Wir freuen uns sehr, endlich die Zusammenarbeit mit der PMU präsentieren zu können, die es uns ermöglicht, unseren europäischen Kunden täglich die größten Pferderennen anzubieten. (…) Im Rahmen der Zusammenarbeit können wir jeden Tag schnelle und unterhaltsame Spiele anbieten. Es ist einfach ein hochklassiger Pferdesport mit Europas höchstem Preispool.

Auch der internationale Direktor der PMU, Aymeric Verlet, freue sich über die Zusammenarbeit. Französische Pferderennen könnten auf diese Weise einem größeren Kundenkreis angeboten werden.

Restriktionen auf dem schwedischen Glücksspiel-Markt

Während Svenska Spel mit Pferdewetten expandiert, sieht sich der heimische Glücksspiel-Markt mit zunehmenden Restriktionen konfrontiert.

So stand die schwedische Regierung zuletzt aufgrund ihrer jüngsten Spielerschutz-Maßnahmen in der Kritik. Die im Juni im Rahmen der Corona-Krise eingeführten Einsatzlimits für Online-Casinos seien mehr ein politischer Schritt als ein echter Versuch, Spielsucht zu verhindern. Die Regelungen stärkten zudem ausländische Anbieter und seien für die in Schweden lizenzierten Betreiber wirtschaftlich bedenklich, so die Kritiker.

Unbeirrt von der Kritik hat die schwedische Glücksspielaufsicht in dieser Woche weitere Maßnahmen angekündigt. Zur Verhinderung von Wettbetrug dürften schwedische Wettkunden nun nur noch auf die Meisterschaften der obersten vier Fußballligen setzen.