Royal Ascot: Millionen­preisgelder und Zuschauer beim Pferdesport-Event des Jahres

Veröffentlicht am: 15. Juni 2021, 12:54 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 15. Juni 2021, 01:07 Uhr.

In Ascot beginnt heute eine der traditionsreichsten und prestigeträchtigsten Pferdesport-Veranstaltungen des Jahres. Bis zum Samstag werden Pferde und Jockeys beim Royal Ascot in 35 Rennen um Preisgelder und Pokale kämpfen. Die gelockerten Corona-Einschränkungen in Großbritannien machen es möglich, dass die Wettkämpfe vor 12.000 Zuschauern ausgetragen werden können.

Pferderennen Royal Ascot
In Ascot geht es um prestigeträchtige Titel und viel Geld. (Bild: Flickr/Dumphasizer, CC BY-SA 2.0)

Im Vergleich zum vergangenen Jahr, als die Veranstaltung nur in stark reduzierter Form vor leeren Tribünen durchgeführt wurde, steigt neben den Zuschauerzahlen auch das Preisgeld erheblich an. Mit über 6 Mio. GBP liegt es rund zwei Drittel über dem 2020 ausgelobten Gesamtpreispool von 3,61 Mio. GBP.

Acht Rennen der Top-Kategorie

Zu den Highlights bei Pferdesport- und Wettfans zählen auch in diesem Jahr wieder die Rennen der Kategorie 1. Von diesen mit Preisgeldern zwischen 250.000 und 400.000 GPB dotierten Events werden in Ascot acht durchgeführt, die von Dienstag bis Samstag über alle Tage verteilt sind.

Den Auftakt machen am Dienstag die im Jahr 1840 erstmals veranstalteten Queen Anne Stakes. Dabei werden drei Pferde an den Start gehen, die in der Vergangenheit bereits mindestens eines der Top-Rennen in Ascot gewinnen konnten.

Die Kategorie-1-Rennen in Ascot
Queen Anne Stakes (Preisgeld: 400.000 GBP)
King’s Stand Stakes (350.000 GBP)
St James’s Palace Stakes (350.000 GBP)
Prince of Wales’s Stakes (250.000 GBP)
Gold Cup (250.000 GBP)
Commonwealth Cup (250.000 GBP)
Coronation Stakes (250.000 GBP)
Diamond Jubilee Stakes (250.000 GBP)

Favorit der Buchmacher bei den Queen Anne Stakes ist der von Star-Jockey Frankie Dettori gerittene Hengst Palace Pier. Das dreijährige Pferd, das im vergangenen Jahr in Ascot die St James’s Palace Stakes gewann, sehen die Sportwettenanbieter mit einer Quote von 2,20 deutlich vor seinen Konkurrenten Order of Australia (7,00) und Lope Y Fernandez (13,00).

Mit dem Gold Cup wartet am Donnerstag ein weiterer Höhepunkt auf die Fans. Dort gibt es ein Wiedersehen mit Dettori, der mit dem Hengst Stradivarius erneut haushoher Wettfavorit ist. Die Quote für den Sieg des Pferdes liegt bei 1,25 und damit weit vor der seiner ärgsten Verfolger Subjectivist (5,50) und Trueshan (7,50)

Zuschauer für viele Pferde ungewohnt

Die täglich 12.000 zugelassenen Zuschauer sind gleichbedeutend mit der höchsten Anzahl bei einem Pferderennen in Großbritannien seit März 2020. Die Fans dürften gespannt verfolgen, wie sich die Pferde vor der ungewohnten Kulisse verhalten.

Aufgrund der sich in Großbritannien ausweitenden Delta-Variante des Covid-19-Virus zieht Ministerpräsident Boris Johnson eine Verlängerung der Corona-Beschränkungen in Betracht. Davon könnten auch die Betreiber der Pferderennbahnen betroffen sein. Ein Vertreter des Verbandes teilte am Freitag mit, dass eine Verschiebung der Corona-Lockerungen die Branche zwischen 15 und 20 Mio. GBP kosten könne.

Reitsport-Experten zufolge sei über die Hälfte der rund 500 teilnehmenden Pferde zwei oder drei Jahre alt. Das bedeute, dass diese noch nie vor Publikum gelaufen seien. Somit dürfte Royal Ascot dazu dienen, dass sich neben den Zuschauern auch die Hauptdarsteller der Veranstaltung an die neue Atmosphäre gewöhnen.