Poker Hall of Famer Mike Sexton verliert Kampf gegen den Krebs

Veröffentlicht am: 7. September 2020, 11:47 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 7. September 2020, 11:47 Uhr.

Der Kommentator der World Poker Tour, Bracelet-Gewinner und Poker Hall of Famer Mike Sexton hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Er verstarb Samstagnacht im Alter von 72 Jahren im Kreis seiner Familie in Las Vegas. Dies gab Sextons enge Vertraute und Poker-Ikone Linda Johnson heute Morgen auf Twitter bekannt.

Mike Sexton, Pokertisch
World-Poker-Tour-Kommentator Mike Sexton an Krebs verstorben. (Bild: worldpokertour.com)

Johnson sagte, Mike Sexton sei die bescheidenste und netteste Person gewesen, die sie jemals getroffen habe. Sie kommentierte weiter:

Mike hinterlässt ein erstaunliches Erbe für die Pokerwelt und für seine Familie.

Mike Sexton war ein erfolgreicher Spieler mit Gesamtcashes in Höhe von 6,7 Mio. USD. Er gewann ein Bracelet bei der WSOP 1989 und das Tournament of Champions im Jahre 2006.

Mike Sextons Einfluss auf die Poker-Industrie

Sexton wurde vor allem als Moderator der World Poker Tour [Seite auf Englisch] bekannt, die er von 2002 bis 2017 begleitete. Die WPT wurde im Fernsehen übertragen und brachte das Spiel in die Wohnzimmer.

Von ihm stammte auch das berühmte Zitat „Poker takes five minutes to learn but a lifetime to master – Man kann Poker in fünf Minuten erlernen, benötigt aber ein Leben lang, um es zu meistern.“

Sexton soll entschlossen gewesen sein, Poker weltweit zu verbreiten. Er war auch Mitbegründer der Online-Poker-Plattform PartyPoker im Jahre 2001. Ein Kollege aus dieser Zeit, Mike O’Malley, schrieb Sexton den Anfang des Poker-Booms zu. Er sagte:

Ich weiß, dass der allgemeine Konsens darin besteht, dass andere der Auslöser für den Poker-Boom waren. Aber die Wahrheit ist, wenn man die Geschichte kennt und sieht, was wirklich vor sich geht, dann hat der Pokerboom begonnen, bevor Chris Moneymaker jemals eine Hand Poker gespielt hat. Und die Person, die am meisten dafür verantwortlich war, war Mike Sexton.

Pokern für den guten Zweck

Sexton engagierte sich auch für wohltätige Zwecke. Als er 2006 das WSOP Tournament of Champions für 1 Million USD gewann, sagte er, er werde die Hälfte des Geldes an fünf verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen spenden.

Für Sexton seien Spenden ein Weg gewesen, Akzeptanz für das Pokerspiel aufzubauen und dem negativen Image entgegenzuwirken. Er setzte sich für Charity-Events wie das Big One for One Drop bei der WSOP ein und nahm regelmäßig an wohltätigen Turnieren wie dem Tiger Jam der WPT und dem Salute to Warriors der WSOP teil.

Sexton sagte 2006, dass selbst die leidenschaftlichsten Gegner des Pokerspiels nicht gegen Poker seien, wenn es wohltätigen Zwecken zugutekomme. Es sei der richtige Weg.