Karten­sperre für On­line-Glücks­spiel in Irland ein­geführt

Posted on: 23/09/2025, 09:33h. 

Last updated on: 23/09/2025, 09:33h.

  • In Irland haben Banken eine Kartensperre für das für Online-Glücksspiel aktiviert.
  • 99 % der Online-Zahlungen laufen in der Branche über Kredit- und Debitkarten.
  • Spieler können auf diese Weise ihre Finanztransaktionen unterbinden.

Das neureformierte Glücksspielgesetz hat auf der grünen Insel zu einem Anstieg der Nutzerzahlen beim virtuellen Spiel geführt. Doch damit sind auch Probleme für anfällige Spieler verbunden. Um Betroffene besser zu schützen, führten die Banken nun eine Kartensperre für das Online-Glücksspiel in Irland ein.

Kreditkarte und Sperrsymbol
Die Kartensperre ist optional (Bildgestaltung: Pixabay/Casino.org)

Die Aktivierung der Schutzfunktion wurde von dem Irish Banking Culture Board (IBCB) angeordnet. In diesem haben sich die führenden Finanzinstitute des Landes zusammengeschlossen. Ziel ist es, Problemspielern praktische Hilfestellung zu bieten und zu hohe finanzielle Verluste zu verhindern.

Mithilfe des neuen Tools können Spieler ihre Einzahlungen auf Online-Konten bei den Anbietern blockieren. Auf diese Weise können sie verhindern, zu viel Geld beim Zocken zu verlieren und sich damit quasi selbst für das Glücksspiel sperren. Für den Fall, dass Spieler eine Aufhebung der Sperre erklären, führten die Baken überdies eine obligatorische Bedenkzeit ein, ehe die Kartensperrfunktion aufgehoben wird.

IBCB-CEO Marion Kelly erlärte:

Problemglücksspiel kann Einzelpersonen, Familien und Gemeinschaften ernsthaft schaden. Die Mitgliedsbanken der IBCB sind sich ihrer Verantwortung bewusst, mit Mitgefühl und praktischer Unterstützung zu reagieren, wenn Kunden um Hilfe bitten. Diese gemeinsame Verpflichtung zur Fürsorge stellt sicher, dass jeder, der mit Glücksspielproblemen zu kämpfen hat, klare und leicht zugängliche Unterstützung durch seine Bank erhält.

Kelly zeigte sich zuversichtlich, dass die Einführung einer freiwilligen Kartensperre einen wichtigen Beitrag für Menschen leisten werde, die unter problematischem Glücksspiel leiden. Zugleich forderte der Verbund weitere Finanzdienstleister auf, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen.

Studien: 130.000 Problemfälle in Irland?

Wie ernst das Problem zu nehmen ist, zeigen aktuelle Statistiken. Diesen zufolge sind rund 130.000 Iren von Problemspiel betroffen. Demnach leidet einer von 30 erwachsenen Bewohnern unter einer entsprechenden Störung.

Die Maßnahme des Bankenverbands dürfte Wirkung zeigen. Schätzungen zufolge findet bereits 90 % des Glücksspiels im virtuellen Raum statt. Von den Einzahlungen sollen 99 % über Kredit- und Debitkarten abgewickelt werden.

Irische Spielerschutz-Organisation begrüßten den Schritt. Barry Grant von Extern Problem Gambling betonte, dass sich seine Organisation seit Jahren für entsprechende Tools einsetze.

Dazu sei die Kartensperrfunktion äußerst wirksam. Auch wenn Spieler über mehrere Accounts bei Anbietern verfügten, hätten sie meist doch nur ein Bankkonto. Auf diese Weise werde Problemspiel effektiv unterdrückt.