Schweizer Lotterien: 640 Mio. CHF für gute Zwecke
Posted on: 21/10/2025, 11:44h.
Last updated on: 21/10/2025, 11:44h.
- In der Schweiz leisteten die beiden Lotterien erneut hohe Ausschüttungen für gute Zwecke.
- 2024 steuerten Swisslos und Loterie Romande 640 Mio. CHF zum Gemeinwohl bei.
- Leichter Anstieg gegenüber 2023.
In dieser Woche präsentierte die interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa) ihren Bericht über die Verwendung der Reingewinne aus den Lotterien zugunsten des Gemeinwohls. Diesem zufolge konnte 2024 gegenüber dem Vorjahr ein leichter Anstieg der Ausschüttungen für gute Zwecke durch die Lotterien der Schweiz verzeichnet werden.

Die Höhe der zur Verfügung stehenden Gelder der beiden Lotteriegesellschaften Swisslos und Loterie Romande betrug im Berichtsjahr insgesamt 680,5 Mio. CHF (738,1 Mio. Euro). Damit legten sie im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 % zu.
Tatsächlich ausgeschüttet wurden im vergangenen Jahr 627 Mio. CHF. Weitere gut 13 Mio. CHF gingen in die Verwaltung der für die Ausschüttungen in den Kantonen gebildeten Fonds. Die restlichen rund 40 Mio. CHF wurden zur Aufstockung der Fonds verwendet. Deren Reserven beliefen sich Ende 2024 gesamthaft auf 1.325,5 Mio. CHF. Diese Gelder sind für Ausschüttungen in Jahren reserviert, in denen die Lotterien geringe Finanzmittel zur Verfügung stellen.
Annähernd die Hälfte der Ausschüttungen der beiden Lotterien floss in kulturelle Projekte. An diese gingen 41 % der Gesamtmittel, für schützenswerte Kulturgüter waren weitere 8 % bestimmt.
Über 150 Mio. CHF für den Sport
Als zweiter großer Empfänger gilt traditionell der Sport. An diesen Sektor gingen 154 Mio. CHF und damit knapp ein Viertel der Ausschüttungen.
Dabei wurde fast die Hälfte der Summe kantonsübergreifend bestimmt. So zahlten die beiden Lotterien 75 Mio. CHF direkt an die Stiftung Sportförderung Schweiz.
Die Ausschüttungen der Kantone unterscheiden sich dabei beträchtlich voneinander. Während aus dem Kanton Zürich fast 100 Mio. CHF bereitgestellt wurden, trug der Kanton Appenzell Innerrhoden lediglich 1,2 Mio. CHF bei.
Zahlungen der Top-Kantone (in CHF):
98,1 Zürich
69,8 Waadt
60,3 Bern
52,8 Aargau
48,4 Genf
37,6 Wallis
30,4 Tessin
29,8 Freiburg
27,7 St. Gallen
26,4 Luzern
Die Zahlungen der Kantone sind für eine Vielzahl unterschiedlichster Projekte, Organisationen und Vereine bestimmt. 2024 wurden insgesamt 29.431 Ausschüttungen getätigt – gegenüber 2023 ein Plus von knapp 2.000 Zahlungsvorgängen.
Um Missbrauch oder Fehlzuweisungen zu verhindern, müssen die Kantone die Verwendung der Mittel gegenüber der Gespa begründen. Anscheinend erfolgte dies im vergangenen Jahr zur Zufriedenheit der Behörde, denn diese nannte keine auffälligen Diskrepanzen.
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