Las Vegas Sands-Gründer Sheldon Adelson gestorben

Veröffentlicht am: 12. Januar 2021, 03:36 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 12. Januar 2021, 03:43 Uhr.

Sheldon Adelson, Gründer des Glücksspielkonzerns Las Vegas Sands, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Auf der Webseite [Seite auf Englisch] des Casino-Konzerns wurde heute bestätigt, dass Adelson am Montag seinem Krebsleiden erlegen sei.

Sheldon Adelson
Sheldon Adelson starb mit 87 Jahren (Bild: Bectrigger, licensed under CC BY-SA 3.0)

Der plötzliche Tod sei nach Komplikationen bei der Behandlung des non-Hodgkin’s Lymphoms, unter dem Adelson seit einigen Jahren litt, eingetreten. Der Erkrankte sei in seinem Anwesen in Malibu verstorben.

Die Nachricht von Adelsons Ableben kommt wenige Tage, nachdem sich der Milliardär von der operativen Leitung des Sands-Konzerns zurückgezogen hatte. Erst am 7. Januar hatte das Unternehmen bekanntgegeben, dass Adelson bis auf Weiteres die Führung aus der Hand gegeben habe, um seine Krebserkrankung therapieren zu lassen. Seitdem leitet der Sands-Präsident und bisherige COO Robert Goldstein die Geschäfte.

In einem Kondolenzschreiben dankte das Management “Sands erstem Mitarbeiter” im Namen der mehr als 50.000 Beschäftigten für die unnachahmlichen Leistungen eines der bedeutendsten Casino-Betreibers der Welt.

Würdigung des Lebenswerkes

Zugleich würdigte die Unternehmensführung das Lebenswerk des Sohnes jüdischer Einwanderer aus Russland, dessen strategische Vision und unternehmerischer Mut eine ganze Branche über Jahrzehnte maßgeblich mitbestimmt habe. Seine Leistung werde “auf ewig Bestand” haben, heißt es in der Mitteilung.

Am Dienstagmorgen veröffentlichte auch Miriam Adelson, die Ehefrau des verstorbenen Casino-Moguls, ein persönliches Statement:

Mit unerträglicher Trauer verkünde ich den Tod meines Mannes Sheldon G. Adelson an den Folgen einer langen Krankheit. Für mich – für seine Kinder, Enkelkinder und seine unzähligen Freunde und Bewunderer, Mitarbeiter und Kollegen – ist er absolut unersetzlich.

Neben seinem Wirken in der Casino-Branche wurde in ersten Nachrufen in US-Medien auf sein karitatives Engagement hingewiesen. So habe er in den USA und in Israel Wohlfahrtsorganisationen, Bildungseinrichtungen und sozial Schwache mit einem dreistelligen Millionenbetrag gefördert. Auch politisch zeigte Adelson sich aktiv. Seit Jahren zählte er zu den spendabelsten Unterstützern der Republikaner rund um den scheidenden US-Präsidenten Trump.

Adelson werde, so wie er es gewünscht habe, in einer sehr privaten Zeremonie in Israel beigesetzt. Zudem sei geplant, im Verlauf des Jahres zu einem noch nicht festgesetzten Termin eine Gedenkveranstaltung in Las Vegas abzuhalten.