Hohe Arbeits­kosten: Las Vegas-Casino been­det Live-Dealer-Tische

Posted on: 12/08/2025, 08:40h. 

Last updated on: 12/08/2025, 08:40h.

  • In Las Vegas schloss das Golden Gate Casino seine letzten Live-Dealer-Tische.
  • Hohe Arbeitskosten und sinkende Nachfrage werden als Gründe genannt.
  • Menschliche Croupiers werden durch virtuelle Tischspiele ersetzt.

In Nevadas Spielerstadt deutet sich ein Trend hin zum digitalen Spielerlebnis an. Nun wurde bekannt, dass Live-Dealer-Tische im Golden Gate Casino von Las Vegas der Vergangenheit angehören.

Craps-Tisch im Casino
Verschwindet Craps aus den Casinos? (Bild: Flickr/Lisa Brewster, CC BY-SA 2.0)

Demnach machte die traditionsreiche Spielstätte ihren letzten, dem Würfelspiel Craps gewidmeten Tisch dicht. Damit geht eine Ära zu Ende, denn das Casino machte Craps in der Spielerstadt populär.

Anstelle der Tische mit menschlichen Croupiers werden virtuell animierte Gaming-Angebote den Casino-Floor des Golden Gates bevölkern. Laut Casino-Betreiber Circa Hospitality Group ein logischer Schritt, denn die Nachfrage nach dem Spielerlebnis mit humanem Touch scheint kontinuierlich zurückzugehen.

In einem Statement erklärte das Circa-Management:

Große Veränderungen stehen dem Golden Gate bevor, (…) und jetzt gestalten wir unseren Casino-Bereich mit einem energiegeladenen elektronischen Tischspielbereich neu, wie es ihn in der City noch nie gegeben hat. Freuen Sie sich auf mehr Spannung, schnelleres Spielvergnügen und die neuesten Automaten.

Der Betreiber betont, dass durch diese Maßnahme keine Arbeitsplätze verloren gehen. So würden sämtliche Croupiers des Golden Gates Jobs in den beiden anderen Circa-Casinos der Stadt angeboten. Darüber hinaus sei ein Wechsel auf andere Positionen im Golden Gate ebenfalls möglich.

Das Aus der Live-Dealer-Tische ist in Las Vegas nicht neu. Andere Spielstätten wie das Casino Royale sind bereits vor Monaten diesen Schritt gegangen. Statt der klassischen Angebote nimmt dort die Zahl der hybriden Tische mit virtuell simulierten Tisch-Szenen zu.

Zu hohe Arbeitskosten verantwortlich

Als Grund für den Austausch nennen Finanzanalysten die gestiegenen Arbeitskosten des Personals. Faktoren wie höhere Mindestlöhne und angepasste Pausenzeiten machen den Betrieb der Tische mit Croupiers demnach oftmals unrentabel. Da sich die Nachfrage nach dem Angebot zudem vielfach verringert, setzen die Casinos auf lukrativere Glücksspielprodukte.

Craps ist von den Kostensteigerungen besonders betroffen, denn im Unterschied zu anderen Tischspielen werden mehrere Dealer benötigt. So werden zwischen zwei und der Croupiers an den großen Würfeltischen eingesetzt, was die Arbeitskosten pro Tisch entsprechend in die Höhe treibt.

Die hohen Kosten der Craps-Tische fallen auch anderen Casinos zur Last. Diese gehen teilweise kreative Wege, um das populäre Spiel weiterhin im Programm zu haben.

So halbierte das Queens Casino die Tischgröße, sodass dieser von nur einem Croupier bedient werden kann. Hinzukommen Automaten, die das Craps-Spiel imitieren. Für diese fallen überhaupt keine Dealer-Kosten an, denn sie müssen lediglich an den Strom angeschlossen werden.