Gespa zieht posi­tive Bilanz zum Spie­ler­schutz 2024

Posted on: 12/11/2025, 12:32h. 

Last updated on: 12/11/2025, 12:32h.

  • Die Gespa sieht die Schweiz beim Thema Spielerschutz auf einem guten Weg.
  • Lotteriegesellschaften Swisslos und Loterie Romande erfüllen Anforderungen.
  • Anteilmäßig größte Verluste bei Online-Sportwetten möglich.

Die Gespa bewertet alljährlich die Bemühungen der beiden großen Lotteriegesellschaften Swisslos und Loterie Romande für den Spielerschutz. Für das vergangene Jahr legte die interkantonale Geldspielaufsicht am Diebnstag ihren Bericht vor. Diesem zufolge erfüllen die beiden Betreiber die an sie gestellten regulatorischen Anforderungen.

Schweizer Fahne, Dorf, Berg
Das Online-Glücksspiel wächst auch in der Schweiz (Bild: Pixabay/ChiemSeherin)

Der Fokus der Bewertung verschiebt sich laut Gespa von Jahr zu Jahr stärker auf das Online-Glücksspiel. Dieses machte im vergangenen Jahr zwar lediglich 23 % aller Spielerlöse der beiden Anbieter aus, wächst jedoch stetig und stark.

Noch im Jahr zuvor hatte der Online-Anteil nur bei 19 % gelegen. Die Glücksspielaufsicht führt dies insbesondere auf den deutlichen Anstieg der Nutzerzahlen im Online-Segment zurück.

Gutes Zeugnis für Online-Schutz

Für den Online-Bereich stellt die Gespa Swisslos und Loterie Romande wie in den vergangenen Jahren ein gutes Zeugnis aus. Ihr zufolge leisten die ergriffenen Schutzmaßnahmen einen zentralen Beitrag zu einem kontrollierten und aufgeklärten Spielkonsum.

Dies zeigt sich an den relativ gleichbleibenden Verlusten der Spieler. Auch die Zahl der Problemspieler liegt auf einem recht konstanten Niveau: Zwischen 3,5 und 4,5 % von ihnen verspielen allmonatlich mindestens 500 CHF.

Auch deshalb gibt die Behörde zu bedenken:

Das Gefährdungspotenzial von online angebotenen Produkten liegt in der Tendenz höher als bei Produkten im landbasierten Vertrieb.

Allerdings ermögliche der Online-Vertrieb gleichzeitig die Durchführung effektiver Schutzmaßnahmen und einen kontrollierten Spielbetrieb. Die eingesetzten Tools beider Anbieter gingen dabei teilweise über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus.

Dabei bezieht sich die Aufsicht auf die obligatorischen Einsatzobergrenzen. Diese stellen den Beamten zufolge eine der wirksamsten Maßnahmen zum Schutz der Spielenden dar. Bei beiden Betreibern liegen die Limits bei monatlich 2.000 CHF. Eine Ausnahme bilden Sportwetten, wo die Grenze auf bis zu 8.000 CHF angehoben werden kann.

Problemfeld Sportwetten

Auch deshalb sieht die Gespa bei Sportwetten erhöhtes Gefahrenpotenzial. In diesem Sektor registrierte sie zuletzt steigende Verluste. Dazu hält die Gespa fest:

Die auf der Schweizerischen Gesundheitsbefragung basierende Studie zur Geldspielproblematik (…) bestätigt, dass die Problemlast bei den Sportwetten höher liegt als bei den anderen Produkten im Aufsichtsperimeter der Gespa (Lotterien, Geschicklichkeitsgeldspiele).

Kritisch sieht die Aufsicht, dass bei den Buchmachern vor allem jüngere Zielgruppen bis 29 Jahre aktiv sind. Junge Männer gelten dabei als größte Risikogruppe. Die Gespa fordert die Marktakteure deshalb auf, auf den Schutz dieser Altersgruppe künftig besonders Acht zu geben.