Millionenschwerer Glücksspielbetrug in Australien
Posted on: 11/09/2025, 12:35h.
Last updated on: 11/09/2025, 10:56h.
- In Australien wird einem Bankmanager millionenschwerer Glücksspielbetrug vorgeworfen.
- Der Chef des Finanzinstituts soll Anlagegelder in Höhe von 53 Mio. AUD veruntreut haben.
- Die Millionensumme soll hauptsächlich beim Glücksspiel verzockt worden sein.
Millionenschwere Finanzskandale sind auf dem Fünften Kontinent nicht ungewöhnlich. Seltener kommt es allerdings auch in Australien vor, dass die Gelder für einen großen Glücksspielbetrug verwendet werden. Genau dies werfen die Behörden nun einem Finanzhaus und dessen Direktor vor.

Konkret geht es um die Investmentbank First Mutual Private Equity und ihren Vorsitzenden Gregory Cotton. Dieser soll, so der Vorwurf der Finanzbehörden, Gelder seiner Anleger in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe veruntreut haben.
Insgesamt geht es laut Bankaufsicht um 53 Mio. AUD (ca. 30 Mio. Euro). Diese gigantische Summe soll Cotton abgezweigt haben, um sie für eigene Zwecke zu verwenden. Die staatlichen Ermittler haben dabei den Verdacht, dass ein Großteil der Gelder ins Glücksspiel floss.
Abschöpfung in großem Stil
Die Millionenbeträge sollen zwischen März 2024 und Juli dieses Jahres abgezweigt worden sein. Seinen Investoren gegenüber behauptete das Finanzinstitut, dass die Gelder in Anlageprojekte fließen würden. Stattdessen sollen sie auf den Privatkonten des betrügerischen Bankdirektors gelandet sein.
Die australische Finanzaufsicht ASIC bestätigt die irreguläre Verwendung der Geldsumme:
Bislang kann die ASIC keine zugrunde liegenden Investitionen dieser Gelder identifizieren.
Um weitere illegale Abflüsse zu verhindern, sperrten die Behörden die Konten der First Mutual Private Equity. Gleiches gilt für alle Konten ihres Direktors.
Darüber hinaus wurde Cotton verpflichtet, bis zum 25. September eine eidesstattliche Erklärung abzugeben. In dieser soll er seine Vermögenswerte und Verbindlichkeiten konkret darlegen.
Parallel dazu weitet die Aufsicht ihre Ermittlungen aus. Dabei soll untersucht werden, ob die illegalen Finanztransaktionen bereits vor dem März letzten Jahres begannen. In dem Fall könnte dieser ungewöhnliche Glücksspielbetrug in Australien noch einen weitaus größeren Umfang annehmen.
Für Cotton heißt es nun erst einmal, mit weitaus geringeren finanziellen Mitteln auszukommen. Trotz der gesperrten Konten gestattet das Gericht dem gefallenen Manager Abhebungen in sehr begrenzter Höhe. Um seine Lebenshaltungskosten zu decken, darf Cotton bis auf Weiteres maximal 800 AUD pro Woche abheben.
Den geprellten Anlegern bleibt hingegen nur die Hoffnung. Sollte der Bankmanager ihre Einlagen tatsächlich verspielt haben, ist allerdings fraglich, ob sie dafür einen angemessenen Ausgleich erhalten werden.
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