Britische Spielerhilfe GAMSTOP verzeichnet Anstieg der Registrierungen

Veröffentlicht am: 3. March 2022, 02:11 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 3. March 2022, 02:17 Uhr.

GAMSTOP, das britische Programm zum Selbstausschluss vom Online-Glücksspiel, hat am Mittwoch seine Zahlen für das Jahr 2021 veröffentlicht. Aus den Daten gehe hervor, das die Anzahl der Registrierungen von 2020 bis 2021 um 28 % angestiegen sei.

Gamstop-Logo, Würfel
Die Anzahl der britischen Spieler, die sich mit GAMSTOP vom Glücksspiel ausschließen lassen, steigt an. (Bild: gamstop.co.uk, casino.org)

So sei insbesondere in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 ein Anstieg von 25 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum registriert worden. Bis zum Jahreswechsel sei die Gesamtzahl der registrierten Personen auf mehr als 257.000 angewachsen.

Neuerungen bei GAMSTOP

GAMSTOP wurde erst 2019 ins Leben gerufen. Laut der Organisation sei der Jahresüberblick eingeführt worden, um einen tieferen Einblick in die Trends in Bezug auf das Spielverhalten in Großbritannien zu erhalten.

Zur Optimierung seines Angebots hat GAMSTOP vor kurzem das neue Programm „Single Customer View“ in Kooperation mit dem Glücksspielverband BGC gestartet. Die Studie [Seite auf Englisch] soll Spieler identifizieren, die besonders gefährdet sind.

Sobald ein Kunde eines Online-Casinos Anzeichen eines Suchtproblems aufzeige, soll er daran gehindert werden, zu einem anderen Betreiber zu wechseln. Durch diesen Ansatz wolle GAMSTOP sicherstellen, dass auch jene Personen vor Schaden bewahrt würden, die nicht wollten, dass ihre Daten in einer Datenbank wie dem GAMSTOP-Sperrsystem gespeichert würden.

Verständnis des Benutzerprofils ist entscheidend

Bei der Auswertung der Daten sei festgestellt worden, dass sich 50 % der registrierten Personen für die maximale Sperrfrist von fünf Jahren entschieden hätten. 24 % hätten sich für ein Jahr ausgeschlossen und weitere 25 % hätten die Option der sechsmonatigen Spielersperre gewählt.

Es sei eine leichte Tendenz erkennbar, dass sich die Menschen für kürzere Sperrfristen entschieden. 2020 hätten noch 55 % bei ihrer Registrierung die maximale Sperrzeit festgelegt.

Die männlichen Nutzer seien immer noch in der Überzahl. So machten Männer 70 % der registrierten Personen aus. Die Analyse habe zudem gezeigt, dass 43 % der GAMSTOP-Nutzer zwischen 25 und 34 Jahren alt seien.

Ob die Zunahme der Registrierungen mit der Pandemie und den damit verbundenen Restriktionen zusammenhänge, sei schwer einzuschätzen, erklärte GAMSTOP-CEO Fiona Palmer.

Es sei jedoch klar, dass der Selbstausschluss ein immer wichtigeres Instrument für all jene Personen werde, die den Versuchungen des Glücksspiels widerstehen wollten, so Palmer.

Palmer führte aus:

Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die Menschen Zugang zu den Instrumenten haben, die für ihre Genesung unerlässlich sind.

Palmer erklärte abschließend, dass der Erfolg auch den vielen engagierten Partnern zu verdanken sei, die daran arbeiteten, das Bewusstsein der Spieler für GAMSTOP zu schärfen.