Frankreich: Nationallotterie und Tennis-Verband starten Kampagne gegen Online-Mobbing

Veröffentlicht am: 24. June 2022, 01:45 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 24. June 2022, 01:45 Uhr.

Die französische Nationallotterie Française des Jeux (FDJ) setzt sich gegen Mobbing und Belästigung im Internet ein. Gemeinsam mit dem französischen Tennis-Verband (FFT) hat die FDJ-Sportwetten-Marke ParionsSport daher nun die Kampagne #SmashTheHaters gestartet, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Dies gab die FDJ am Donnerstag per Pressemeldung [Seite auf Französisch] bekannt.

Tennisspieler Tennisschläger Tennisball Tennisplatz
Viele Tennis-Sportler werden Opfer von Online-Mobbing (Bild: Pixabay)

Wie die Lotterie erklärt, seien insbesondere Sportler oft anonymen Anfeindungen im Internet ausgesetzt. Das betreffe in letzter Zeit auch vermehrt den Tennis-Sport. Einzelne Athleten seien über ihre Social-Media-Kanäle beleidigt oder gar bedroht worden. Für den Tennis-Verband und ParionsSport sei ein solches Verhalten inakzeptabel.

Die französische Glücksspiel-Aufsicht Autorité Nationale des Jeux (ANJ) hatte im April dieses Jahres eine ähnliche Kampagne gegen Cyber-Mobbing gestartet. Gemeinsam mit dem französischen Fußball-Verband (LFP) launchte die Behörde einen kurzen Video-Clip, der Sportwetten-Fans zum Umdenken anregen sollte. Wie die ANJ erklärte, sei Online-Mobbing oft eine impulsive Reaktion enttäuschter Fans, die eine Wette verloren hätten. Sie betrachteten die Sportler dann nicht mehr als menschliche Individuen, sondern als reines Sportwetten-Produkt.

5 Euro Spende für jeden Retweet

Die neue Kampagne der FDJ und FFT solle Sportfans vor Augen führen, dass die Athleten und alle weiteren Akteure innerhalb des Sports mit Respekt zu behandeln seien. Auf ihrem Twitter-Kanal hat die staatliche FDJ-Sportwetten-Marke ParionsSport daher einen kurzen Clip zur Kampagne veröffentlicht.

Der 30 Sekunden lange Spot zeigt im Schnelldurchlauf einige zum Teil zensierte Posts mit beleidigenden Inhalten gegenüber Sportlern. Einige der Nachrichten, die Sportler online erhielten, seien dabei äußerst „beunruhigend“, heißt es in dem Clip [Tweet und Video auf Französisch].

https://twitter.com/ParionsSport/status/1539897301333852161

Wie ParionsSport erklärt, diene das Video nicht nur dazu, Fans auf die Problematik aufmerksam zu machen. Auch werden die Follower des Online-Sportwetten-Anbieters ermutigt, sich selbst an der Kampagne zu beteiligen. Der Buchmacher verspricht daher, für jeden Retweet fünf Euro an die nationale Hilfestelle bei Mobbing zu spenden.

Die Hilfestelle ermöglicht es Betroffenen oder Zeugen von Cyber-Mobbing, sich anonym und vertraulich Hilfe zu suchen. Sie biete nicht nur psychologische Unterstützung, sondern auch rechtliche Beratung.

Zudem verfüge die Hilfestelle dank ihrer Kooperation mit den großen Social-Media-Plattformen über die nötige Kompetenz, beleidigende oder Gewalt-enthaltende Posts innerhalb einer Stunde zu löschen. Es sei daher wichtig, dass mehr Menschen auf dieses Hilfsangebot aufmerksam würden. Auch dazu solle die neue Kampagne dienen, so ParionsSport.