Dana White kündigt Offensive gegen illegale UFC-Streams an

Veröffentlicht am: 14. Januar 2021, 04:33 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 14. Januar 2021, 04:33 Uhr.

UFC-Präsident Dana White hat am Mittwoch ein verschärftes Vorgehen gegen illegale UFC-Streams angekündigt. Netzpiraten, die die Kämpfe unerlaubt im Internet übertragen, müssten sich auf Konsequenzen gefasst machen, sagte der 51-Jährige im Interview mit dem MMA-Portal TheMacLife [Link auf Englisch].

Dana White in London
Dana White will Netzpiraten das Handwerk legen. (Quelle: Dana White by Andrius Petrucenia, licensed under CC BY-SA 2.0)

Die Ankündigung kommt nur wenige Tage vor dem lang erwarteten Rückkampf zwischen Conor McGregor und Dustin Poirier bei der UFC 257 in Abu Dhabi. Das Event soll das erste große Pay-per-View-Highlight im Jahre 2021 für die UFC werden.

Stattfinden wird die UFC 257 am 23. Januar 2021 auf Yas Island in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Bei den Buchmachern ist McGregor mit einer Quote von 1,40 derzeit der deutliche Favorit auf einen Sieg gegen Poirier. Die Außenseiterquote für Poirier beträgt aktuell 2,95.

Pay-Per-View ist Kerngeschäft der UFC

Whites Angriff auf verbotene Sport-Streams im Internet kommt nicht überraschend. Bereits Anfang des Monats hatte der UFC-Präsident auf Twitter die Streams und ihre Nutzer kritisiert.

Für die UFC handelt es sich beim Pay-per-View um ein einträgliches Geschäft. In diesem Jahr sollen die Preise beim UFC-Partner ESPN Plus bei 69,99 US-Dollar pro Event liegen. Laut dem Statistik-Portal Statista hätten allein im Jahre 2018 durchschnittlich 447.000 Kunden die Angebote genutzt.

White werde energisch gegen diejenigen vorgehen, die nicht diese legalen Offerten nutzten:

Wir sind eine der Ligen gewesen, die proaktiv gegen Piraterie vorgingen. Wir haben gerade eine der größten Hürden in der Welt der Piraterie überwunden und wir werden einige dieser Typen im Jahre 2021 schnappen. Ich freue mich schon auf das Betteln und Weinen. Wir werden sehen, wie hart sie sind, wenn sie erwischt werden.

Welche „Hürde“ die UFC im Kampf gegen illegale Streams überwunden habe, teilte White nicht mit. Mehr Handhabe gegen die unerlaubten Angebote liefert in den USA seit neuestem der Protecting Lawful Streaming Act. Durch das im Dezember eingeführte Gesetz werden verbotene Streams erstmals als Verbrechen bewertet. Internet-Piraten, die widerrechtlich Inhalte veröffentlichen, drohen im Falle einer Verurteilung bis zu 10 Jahre Haft.