Online-Glücksspiel: Dänemark sperrt 55 illegale Webseiten

Veröffentlicht am: 22. März 2021, 12:21 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 22. März 2021, 12:30 Uhr.

Ein dänisches Gericht hat die Sperrung von 55 illegalen Online-Glücksspielseiten durch die dänische Glücksspielaufsicht Spillemyndigheden bestätigt. Wie der Regulator am Freitag meldete, handele es sich um die größte Anzahl von Sperrungen, seit die Blockierung illegaler Glücksspielangebote im Jahre 2012 begonnen habe.

Figur vor Europakarte
Die dänische Glücksspielaufsicht stoppt illegale Online-Casinos. (Quelle: Pixabay)

Es sei bereits das siebte Mal, dass die Behörde gegen Anbieter vor Gericht gegangen sei, die ohne dänische Lizenz Online-Casinos, Sportwetten und andere Glücksspielformate angeboten hätten. Damit die Seiten rechtmäßig gesperrt werden können, hatte Spillemyndigheden gerichtlich feststellen lassen, dass tatsächlich dänische Spieler auf den Seiten aktiv gewesen sind. Dies sei durch Screenshots der Webseiten belegt worden.

Anders Dorph, Direktor der dänischen Glücksspielaufsicht [Link auf Dänisich], erklärte, dass man den Markt auch in Zukunft zum Zwecke des Spielerschutzes überwachen wolle:

Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, die Spieler vor illegalen Glücksspielen zu schützen. Gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass die Anbieter, die für das Anbieten von Spielen in Dänemark lizenziert sind, ihr Geschäft unter ordnungsgemäßen Bedingungen betreiben können. Die Rekordzahl zeigt deutlich, dass eine Notwendigkeit für diese gezielten Anstrengungen gibt, und wir werden daher den verstärkten Fokus auch in Zukunft beibehalten.

Welche Anbieter sind betroffen?

In einer Pressemitteilung teilte Spillemyndigheden mit, welche Betreiber von den Sperrungen betroffen seien. Insgesamt handele es sich um Anbieter von 22 Online-Casinos, vier Online-Wettplattformen, vier Online-Casinos mit Lotterie-Angeboten und 23 Skin-Betting-Seiten, von denen manche in anderen EU-Staaten lizenziert sind.

Bei Skins handelt es sich um spezielle Ausrüstungsgegenstände in Videospielen, zum Beispiel digitale Kleidung oder Waffen. Diese können rein ästhetischen Wert besitzen oder auch Einfluss auf die Leistung eines Charakters in einem Videospiel haben. Videospielentwickler wie der Counter-Strike-Entwickler Valve hatten in den vergangenen Jahren immer wieder versucht, gegen Glücksspielseiten vorzugehen, die Wetten mit den Skins erlauben.

Darunter befänden sich beispielsweise das Online-Casino easybet.com, der Sportwettenanbieter betwinner1.com und die Skin-Betting-Seite csgocases.com.

Mit der Sperrung der 55 Anbieter belaufe sich die Zahl der Gesamtsperren in Dänemark derzeit auf 145. Laut Spillemyndigheden seien die Blockaden wichtig, um den fairen und legalen Glücksspielmarkt in Dänemark zu erhalten.