Covid-19: Casinos, Spielhallen und Wettbüros in ganz Deutschland geschlossen

Veröffentlicht am: 16. März 2020, 12:51 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 16. März 2020, 01:02 Uhr.

Das Coronavirus hat die deutsche Wirtschaft lahmgelegt. Schulen und Kitas sind bundesweit geschlossen, Clubs, Hotels und Wirtschaften haben ihren Betrieb eingestellt oder stark reduziert.

Rolladen, Aufschrift
Spielhallen und Casinos in ganz Deutschland geschlossen. (Bild: pixabay.com)

Betroffen von den Schließungen sind auch Spielhallen, Casinos und Sportwetten-Büros, um einer weiteren Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken und die Gesundheitssysteme zu entlasten.

Mit der Schließung der Spielstätten und der Absage von Veranstaltungen schließt sich Deutschland den bereits in der vergangenen Woche in Kraft getretenen Maßnahmen in den europäischen Länder Tschechien, Italien, Spanien und Frankreich an.

PokerStars hat alle europäischen Live-Veranstaltungen abgesagt, das King´s Casino in Rozvadov sowie das Grand Casino Aš in Tschechien haben ihren Betrieb für 30 Tage eingestellt.

Spielbanken schließen bundesweit

Der Spielbetrieb der Berliner Spielbanken wurde am Freitag an allen vier Standorten komplett eingestellt. Auf der Webseite heißt es:

„Liebe Gäste, aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie sowie der behördlichen Bestimmungen zur Eindämmung des Coronavirus werden die Standorte der Spielbank Berlin geschlossen.

Über den Zeitpunkt der Wiedereröffnung werden wir über unsere Homepage sowie über unsere Facebook-Seite informieren.“

Auch in Nordrhein-Westfahlen müssen die Spieler auf Roulette, Poker und Spielautomaten verzichten. Die Standorte der Westspiel-Casinos in Aachen, Bad Oeynhausen, Duisburg und Dortmund sowie in Bremen und Bremerhaven haben auf die Situation reagiert:

Die Geschäftsführer Georg Lucht und Jochen Braun erklärten, dass diese Entscheidung ihnen nicht leichtgefallen sei, aber sie in der aktuellen Situation der einzig richtige Schritt sei. Außerdem wolle man mit dieser Maßnahme die Bemühungen unterstützen, das Virus einzudämmen.

Die Spielbanken in Bayern und in Baden-Württemberg schlossen sich ebenfalls an. So wurden schon am Freitag die Standorte in Stuttgart, Konstanz und Baden-Baden geschlossen.

Nach Angaben des Geschäftsführers, Otto Wulferding, seien bereits nach dem ersten Bekanntwerden der Corona-Fälle in allen drei Häusern Vorkehrungen getroffen worden, um Gäste und Mitarbeiter zu schützen.

Wulferding sagte weiter:

„Die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unserer Besucher und Gäste in den Casinos ist uns wichtiger als alles andere.“

Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind derzeit kaum absehbar. Nicht nur die Glücksspiel-Branche könnte durch Covid-19 Verluste in Milliardenhöhe erleiden.