Teenager für 100 Mio. USD Casino-Cyberangriff verantwortlich?
Posted on: 22/09/2025, 04:32h.
Last updated on: 20/09/2025, 08:35h.
- In Las Vegas steht ein Teenager im Verdacht, den verheerenden Casino-Cyberangriff begangen zu haben.
- Die Attacke verursachte allein bei MGM 2023 Verluste von rund 100 Mio. USD.
- Der Angriff brachte damals die IT zahlreicher Glücksspielkonzerne zum Erliegen.
In Nevada steht die aufsehenerregende IT-Attacke aus dem Jahr 2023 vor der Aufklärung. Damals waren Hacker in die Systeme großer Glücksspielkonzerne eingedrungen und hatten diese tagelang zum Erliegen gebracht. Nun wird ein Teenager verdächtigt, für den verheerenden Casino-Cyberangriff mitverantwortlich zu sein.

Am Freitag gaben Nevadas Behörden die Verhaftung des jungen Mannes bekannt. Laut Las Vegas Metropolitan Police Department (LVMPD) wird dieser dringend verdächtigt, Mitverursacher des kostspieligen Angriffs zu sein.
Sein Ziel waren zwischen August und Oktober 2023 zahlreiche Casino-Betreiber der Spielerstadt. Dabei soll der Täter Teil einer Verbindung mehrerer Gruppierungen von Hackern sein.
Das LVMPD erklärte:
Im Laufe der Untersuchung konnten die Ermittler einen männlichen Teenager als Verdächtigen in diesem Fall identifizieren. Am 17. September 2025 stellte sich der jugendliche Verdächtige der Jugendstrafanstalt von Clark County.
Dort sieht er sich mit schwerwiegenden Anschuldigungen konfrontiert. So werden ihm eine Reihe von Vergehen zur Last gelegt.
Diverse Anklagepunkte gegen den Teenager
Dem namentlich nicht genannten Verdächtigen werden von den staatlichen Ermittlern diverse Delikte vorgeworfen. Dabei es geht in drei Fällen um die Beschaffung und Verwendung personenbezogener Daten von anderen Personen, um diesen Schaden zuzufügen oder sich als diese auszugeben.
Hinzukommen die Straftatbestände der Erpressung und der Verschwörung zur Erpressung. Außerdem wird dem Jugendlichen die rechtswidrige Nutzung von Computertechnologie vorgeworfen.
Hauptgeschädigter der Attacke war der Glücksspielkonzern MGM Resorts. Durch den Ausfall seiner IT konnte das Casino-Unternehmen seine Geschäfte über Tage nur eingeschränkt betreiben. Der Schaden soll sich auf rund 100 Mio. USD belaufen. Etwas glimpflicher kam Caesars Entertainment davon. Das Unternehmen soll im Gegensatz zu MGM 15 Mio. USD eines 30 Mio. USD betragenden Lösegeld bezahlt haben.
Für den Verdächtigen könnte erschwerend hinzukommen, dass sein Fall nicht nach dem Jugendstrafrecht verhandelt werden soll. Nach Polizeiangaben beantragte die Staatsanwaltschaft von Clark County die Überstellung des Teenagers an die Strafkammer.
Dort müsste er sich als Erwachsener den Anklagepunkten stellen. Wie auch hierzulande gelten in den USA für Volljährige weitaus schärfere Maßgaben. Das träfe auch auf die Festsetzung eines möglichen Strafmaßes zu.
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