Beim Fortnite World Cup 2019 locken 30 Millionen US-Dollar Preisgeld

Veröffentlicht am: 26. Februar 2019, 11:43 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 26. Februar 2019, 12:20 Uhr.

Ambitionierte Fortnite-Spieler dürfen sich freuen, denn in diesem Jahr können sie mit einem guten Abschneiden bei den Turnieren Millionenprämien gewinnen. Wie die Entwickler von Epic Games bekanntgaben, sollen allein beim Main Event, dem im Juni stattfindenden World Cup, Preisgelder in Höhe von 30 Millionen US-Dollar ausgeschüttet werden.

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Der World Cup findet vom 26. bis 28. Juni in New York statt (Bild: epicgames.com)

Um sich ein Ticket für den World Cup zu sichern, müssen die Bewerber jedoch zuerst diverse Hürden meistern. Diese bestehen aus zehn wöchentlichen Qualifikationsrunden, für die sich die Spieler bewerben können. Die Quali-Turniere werden in der Zeit vom 13. April bis zum 16. Juni online im Battle Royale-Modus durchgeführt.

Fortnites Battle Royale
Für besondere Spannung beim World Cup wird der PvP-Modus (Player versus Player) sorgen: Beim Battle Royale-Modus stehen sich auf einem riesigen animierten Spielfeld 100 Spieler gegenüber. Für die Spieler geht es darum, sich im direkten Kampf gegen die anderen Gamer durchzusetzen.

Die Gewinnregel ist dabei relativ einfach: Wer als Letzter auf dem Schlachtfeld steht, gewinnt das Match – und beim World Cup den millionenschweren Hauptpreis.

Der eigentliche World Cup findet kurz darauf vom 26. bis 28. Juni in New York statt. Dort werden 100 Spieler und 50 Zweier-Teams, die sich in den Qualifikationsrunden durchgesetzt haben, um die 30 Millionen US-Dollar kämpfen.

Schon die Teilnahme an der Endrunde verspricht lukrativ zu werden, denn selbst der Letztplatzierte erhält dort garantierte 50.000 US-Dollar. Dem Sieger winkt mit 3 Millionen US-Dollar sogar eines der höchsten ausgelobten Preisgelder der gesamten eSports-Szene.

Ist der Fortnite World Cup das bestdotierte Turnier des Jahres?

Fortnite-Charaktere
Die comichaften Charaktere (Bild: epicgames.com)

Mit dem zu gewinnenden Millionenbetrag dürfte sich das Event im Rennen um das bestdotierte eSports-Turnier 2019 eine sehr gute Ausgangsposition verschafft haben. Ob es letztendlich die gewinnträchtigste Veranstaltung dieser Art in diesem Jahr sein wird, steht allerdings noch lange nicht fest.

Das bisher höchste Preisgeld wurde im letzten Jahr bei der Dota 2 Weltmeisterschaft “The International” ausgelobt. Damals ging es um eine Gesamtsumme von 25,5 Millionen US-Dollar, von denen allein die Gewinner des Teams OG 11,2 Millionen US-Dollar mit nach Hause nahmen.

Da das Turnier auch in diesem Jahr wieder stattfindet, wird sich erst noch zeigen müssen, ob der Fortnite World Cup tatsächlich das gewinnträchtigste eSports-Event bleiben wird.

Insgesamt 100 Millionen US-Dollar im Preisgeldtopf

Für Epic Games ist bei den Millionengewinnen des World Cups noch lange nicht Schluss. Die Herausgeber des nach eigenen Angaben weltweit von über 200 Millionen Fans gespielten Games möchten über die gesamte Saison 2019 insgesamt bis zu 100 Millionen US-Dollar unter den Gamern verteilen.

So wird Epic Games ab dem Frühjahr allwöchentlich Turniere abhalten, bei denen die Teilnehmer jeweils 1 Million US-Dollar abräumen können. Dazu gehören auch die Qualifikationsrunden für den World Cup. Wer hier gut abschneidet, kann deshalb schon vor dem Event in New York eine ordentliche Gewinnsumme verbuchen.

Debatte um Lootboxen auch bei Fortnite
In der eSports-Szene tobt derzeit ein heftiger Kampf zwischen Befürwortern und Gegner der “Lootboxen” genannten Schatzkisten, mit denen Spieler ihre Charaktere oder Spielstärken für Geld individuell aufrüsten können. Während die Hersteller argumentieren, dass die Kisten keine besonderen Auswirkungen auf die Gewinnchancen der Spieler hätten und zudem rein freiwilliger Natur seien, kritisieren die Gegner eine gefährliche Nähe zum Glücksspiel.

Grund dafür ist, dass die Inhalte der Lootboxen vor dem Kauf oftmals nicht bekannt sind und deshalb Algorithmen und Glück über ihre Zusammensetzung entscheiden. Aus diesem Grund sind Lootboxen in Ländern wie Belgien oder den Niederlanden inzwischen verboten. Epic Games hat darauf reagiert, indem es seine Schatzkisten seit Januar transparent gestaltet, sodass die Spieler schon vorher sehen können, was sie sich gegebenenfalls kaufen.

Um für eine große Vielfalt zu sorgen und um jedem Spieler eine Chance zu geben, werden viele der Fortnite-Turniere auch in anderen Spiel-Modi als Battle Royale abgehalten. Damit will Epic Games zudem sicherstellen, dass bei dem beliebten eSports-Game die Abwechslung für Spieler und die vielen per Livestream zugeschalteten Zuschauern nicht zu kurz kommt.

Ego-Shooter mit niedriger Altersfreigabe

Für die Qualifikationsturniere zum Fortnite World Cup sind Bewerber ab 13 Jahren spielberechtigt. In Deutschland stuft die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), eine freiwillige Selbstkontrolle der Computerspiele-Wirtschaft, das Spiel sogar bereits für Teilnehmer ab 12 Jahren ein.

Mit der niedrigen Einstufung unterscheidet sich Fortnite stark von anderen Ego Shootern wie Counter-Strike, PlayerUnknown’s Battlegrounds oder Far Cry, die meist über Altersfreigaben ab 16 oder gar erst 18 Jahren verfügen.

Der Grund für das vergleichsweise niedrige Mindestalter bei Fortnite liegt in der comichaften Darstellung des Spiels. Charaktere und Umgebungen sind farbig verfremdet, was die Szenerie entscheidend von Shooter-Spielen wie Counter-Strike unterscheidet.

Der Schritt in die Comic-Welt ermöglicht Epic Games deshalb die Ansprache einer viel jüngeren Zielgruppe. Diese dankt es dem Entwickler, indem sie Fortnite weltweit millionenfach spielt. Man kann zudem davon ausgehen, dass sich viele der jüngeren Fans die Matches des World Cups live im Internet anschauen werden.