Niedersach­sens Auto­maten­wirt­schaft warnt vor Weg­fall von 3.000 Jobs

Posted on: 13/09/2025, 12:00h. 

Last updated on: 14/09/2025, 08:33h.

  • In Niedersachsen sieht die Automatenwirtschaft die aktute Betrohung von 3000 Arbeitsplätzen.
  • Auslöser ist das Auslaufen der Übergangsregelung für Doppelspielhallen.
  • Diese soll zum Ende dieses Jahres beendet werden.

Niedersachsens Automatenwirtschaft warnt vor der Gefährdung von Tausenden Arbeitsplätzen. Sie sieht die Jobs durch eine geplante regulatorische Änderung bei Spielhallen akut bedroht. Dies machte die Branche im Rahmen des Parlamentarischen Abends in der Landeshauptstadt Hannover deutlich.

Spielhalle
Vielen Spielhallen droht das Aus (Bild: Pixabay)

Bei dem Treffen kamen vergangene Woche zahlreiche Vertreter aus Unternehmensverbänden und Automatenwirtschaft zusammen. Zu dem auch mit Landespolitikern hochkarätig besetzen Event hatten der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) und der Automatenverband Niedersachsen (AVN) eingeladen.

Eines der Schwerpunktthemen war die geplante Beendigung der derzeitigen Übergangsregelung für Doppelspielhallen. Diese soll am 31. Dezember 2025 auslaufen, was den Fortbestand zahlloser Spielstätten gefährdet.

DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker sieht darin eine erhebliche Gefährdung der Zukunft des gewerblichen Automatenspiels in Niedersachsen. Stecker warnte:

Ein funktionierender, legaler Markt würde massiv geschwächt – mit schwerwiegenden Folgen für Verbraucher- und Jugendschutz.

Mit bundesweitem Blick zeige sich, dass die Verknappung des legalen Angebots den staatlichen Kanalisierungsauftrag konterkariere. Stattdessen würden Verbraucher in den illegalen Markt ausweichen.

Dieser lasse jedoch jeglichen Jugend- und Verbraucherschutz vermissen, so Stecker. Zudem biete der Schwarzmarkt keinerlei Prävention und lasse durch fehlende Limits hohe Verluste zu. Durch diese Form der Regulierung würde diese ihren eigentlichen Zweck – den Schutz der Menschen – verfehlen, kritisiert der DAW-Vorsitzende.

Zu viele regulatorische Einschränkungen

Die Befürchtungen des DAW erscheinen nicht unbegründet. Durch das plante Aus der Doppelspielhallen müssten viele Verbundbetriebe Spielstätten schließen, was unweigerlich zu einem Jobabbau führen würde.

Der regionale Verband sieht die Zukunft vieler seiner Mitglieder deshalb erheblich gefährdet. Der AVN-Vorsitzender Frank Waldeck teigte zugleich weitere Faktoren auf, die die Automatenbranche in Niedersachsen wirtschaftlich vor Herausforderungen stellen.

Dazu zähle eine steigende Vergnügungssteuer, die viele Betriebe vor große wirtschaftliche Probleme stelle. Hinzukämen zu rigide Sperrzeiten in dem Bundesland, die an „der Lebenswirklichkeit der Menschen“ vorbeigingen.

Waldeck erklärte:

Rund um Niedersachsen sind die Standorte bis tief in die Nacht geöffnet – alternativ gibt es nach Mitternacht die Gastronomie, das Online-Spiel oder schlimmstenfalls ein illegales Angebot.

Darüber hinaus wirke sich das strikte Rauchverbot in Spielhallen negativ auf Gästezahlen und Umsätze aus. Es wird sich zeigen, ob die Verbände mit ihren Appellen zu den Landespolitikern durchdringen konnten.