Aktions­tag gegen Glücks­spiel­sucht klärt auch 2025 über Risiken auf

Posted on: 24/09/2025, 01:30h. 

Last updated on: 23/09/2025, 07:34h.

  • Am 24. September findet der Aktionstag gegen Glücksspielsucht 2025 statt.
  • Diesjähriges Schwerpunktthema „Glücksspielschäden – erkennen, benennen, vermeiden“.
  • Bundesweit sind Aktionen zur Aufklärung geplant.

Glücksspiel ist mit finanziellen und weiteren Risiken behaftet. Diese betreffen nicht nur die einzelnen Spieler, sondern auch ihre Angehörigen und sind ein gesamtgesellschaftliches Thema. Der Aktionstag gegen Glücksspielsucht 2025 klärt über mögliche negative Nebenwirkungen des Spiels auf und will alle Beteiligten dafür sensibilisieren.

Banner Aktionstag gegen Glücksspielsucht
Spielerschützer wollen aufklären (Bild: gluecksspielsucht-nrw)

Anlässlich des Aktionstages zeigen sich Spielerschutz-Organisationen und Wohlfahrtsverbände in ganz Deutschland aktiv. In zahllosen Workshop und Informationskampagnen wird versucht, die landbasiert und online Spielenden über die Gefahren aufzuklären.

Ebenfalls beteiligt sind Beratungsstellen, Kliniken und Selbsthilfegruppen, die alle mit Betroffenen arbeiten. Stellvertretend für die Organisationen spezifiziert Glücksspielsucht NRW zum Thema:

Glücksspielschäden betreffen nicht nur die Einzelnen – sie sind ein gesamtgesellschaftliches Problem. Neben gravierenden finanziellen, psychischen und sozialen Folgen für Betroffene und deren Angehörige verursachen Glücksspiele auch hohe gesellschaftliche Kosten: durch Überschuldung, Arbeitslosigkeit, gesundheitliche Belastungen und familiäre Krisen.

Darüber hinaus behinderten die aus dem Glücksspiel resultierenden Schäden laut renommierter Studien wie von der wissenschaftlichen Publikation The Lancet die Erreichung mehrerer UN-Nachhaltigkeitsziele. Darunter fielen unter anderem die Bereiche Gesundheit, Armutsbekämpfung, Bildung und soziale Teilhabe am öffentlichen Leben.

Aufklärung und Sensibilisierung

Im Rahmen des Aktionstags sollen die möglichen Schäden sichtbar gemacht werden. Dabei geht es neben der Aufklärung und Sensibilisierung um das Aufzeigen konkreter Unterstützungsangebote für Betroffene. Allein in NRW sind in dieser Hinsicht eine ganze Reihe von Veranstaltungen zum Thema geplant.

Laut Initiativen sind deutschlandweit bis zu eine halbe Million Menschen von Glücksspielsucht betroffen. Da diese als ernsthafte Erkrankung medizinisch anerkannt ist, seien die Personen auf Hilfe angewiesen. Bevor diese angenommen werde, müsse jedoch oft Überzeugungsarbeit geleistet werden.

Aus Hamburg heißt es anlässlich des Aktionstages dazu:

Betroffene verleugnen oft die Problematik. Erst wenn bereits massive Probleme auftreten, wie zum Beispiel hohe Verschuldung suchen sie Hilfe. Wenn die Problematik frühzeitig erkannt wird, kann viel Leid vermieden werden.

Die Spielerschützer weisen darauf hin, dass die Gefahrenzone für anfällige Spieler größer sei als oftmals gedacht. Neben dem allgemein als eventuell problematisch angesehenen Glücksspiel in landbasierten oder Online-Casinos zählen Sportwetten ebenfalls dazu. Gleiches gelte, wenn auch in weitaus geringerem Maße ebenfalls für Lotterien oder Bingo.