Eisenbichler und Geiger unter den Wett­favoriten bei Vierschanzen­tournee

Veröffentlicht am: 28. Dezember 2020, 05:30 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 28. Dezember 2020, 09:51 Uhr.

Am heutigen Montag beginnt für viele Wintersport-Fans eines der Highlights des Jahres. Kurz vor dem Jahreswechsel treffen sich auch in diesem Jahr die besten Skispringer der Welt zur Vierschanzentournee. Bei den Wetten auf den Gesamtsieg zählen mit Karl Geiger und Markus Eisenbichler zwei Deutsche zu den Top-Favoriten bei Fans und Buchmachern.

Skispringen Schanze Oberstdorf
Die Vierschanzentournee startet auf der Schanze in Oberstdorf (Bild: Pixabay/photosforyou)

Den Auftakt zum prestigeträchtigsten Wettkampf der Skispringer macht heute die Schanze in Oberstdorf, ehe es über Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck in der kommenden Woche zum Abschlussspringen ins österreichische Bischofshofen geht. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, als die Athleten von Zehntausenden Fans angefeuert wurden, finden die Springen bei der 69. Austragung dieses Mal vor leeren Rängen statt.

Eine erste Einschätzung über die Tournee-Form dürften die Anhänger heute ab 16:30 Uhr bei der Qualifikation zum ersten Wettbewerb erwarten, ehe es für die Sportler morgen ab 15:00 um den ersten Sieg der Tournee geht. Von dort aus reisen sie dann direkt nach Garmisch, wo am Silvestertag die nächste Qualifikation ansteht.

Wenn es nach den Buchmachern geht, haben der wieder genesene Karl Geiger und Markus Eisenbichler beste Chancen auf eine Platzierung auf dem Podium. Beim ersten Springen liegen Eisenbichler (1:4,5) und Geiger (1:9,5) hinter dem Norweger Halvor Egner Granerud (1:2,4) in der Gunst der Wettfreunde weit oben.

Reicht es für den ersten deutschen Sieg seit 19 Jahren?

Doch auch der Gesamtsieg wird den beiden Deutschen von Experten wie dem ehemaligen Bundestrainer Werner Schuster zugetraut. Dabei liegt Geiger, der sich erst vor zwei Wochen zum neuen Skiflug-Weltmeister krönte und danach an Corona erkrankt war, mit einer Quote von 1:9,6 hinter Senkrechtstarter Granerud (1:2,0) und seinem Landsmann Markus Eisenbichler (1:4,3).

Entsprechend optimistisch blickt Bundestrainer Stefan Horngacher auf die bevorstehenden Wettkämpfe. Angesprochen auf die Siegchancen sagte er der Augsburger Allgemeinen Zeitung:

Unsere Resultate sind weit besser als wir uns erhofft und erwartet hatten. Das hilft, motiviert und löst einen Spirit aus.

Neben den beiden Deutschen trauen die Sportwettenanbieter auch den beiden Polen Kamil Stoch (1:11,0) und Piotr Zyla (1:17,5) einen Platz auf dem Siegertreppchen zu. Ihre Teilnahme war am Montagmorgen allerdings gefährdet, da ihr Teammitglied Klemens Muranka am Sonntag positiv auf Corona getestet worden war.

Die Buchmacher bleiben jedoch skeptisch, ob es bei dieser Tournee nach Sven Hannawald (2001/02), Kamil Stoch (2017/18) und Ryoyu Kobayashi (2018/19) wieder einem Springer gelingt, alle vier Wettkämpfe für sich zu entscheiden. Für den Fall, dass dies ein Sportler schafft, winken bei 1 Euro Einsatz 8 Euro Gewinn.