Annähernd 200.000 Belgier für das Glücksspiel gesperrt
Posted on: 10/11/2025, 04:00h.
Last updated on: 10/11/2025, 08:21h.
- Zahl der Belgier, die für das Glücksspiel gesperrt sind, ist rasant gewachsen.
- Aktuellen Daten zufolge sind gut 194.000 Personen von einer Sperre betroffen.
- Wachstum um 8 % gegenüber dem Jahresanfang.
In Belgien dürfen Spieler seit dem vergangenen Jahr erst ab 21 Jahren am Glücksspiel teilnehmen. Trotzdem ist die Zahl der von dem Spiel ausgeschlossenen Personen zuletzt rapide angewachsen. Laut Medienberichten sind aktuell fast 200.000 Belgier für das Glücksspiel gesperrt.

Am Wochenende berichteten die beiden Zeitungen L’Écho und De Tijd von den neuesten Daten. Demnach sind mittlerweile gut 194.000 Menschen in irgendeiner Form für das Echtgeld-Spiel blockiert.
Dies spiegelt eine stark zunehmende Entwicklung wider. So ist die Anzahl der Sperren seit Beginn dieses Jahres um 8 % gewachsen.
Spielersperren werden in Belgien kanalübergreifend ausgesprochen. Den Betroffenen ist es danach nicht mehr möglich, in irgendeiner Form online um Geld zu zocken. Das Verbot betrifft darüber hinaus den Besuch von landbasierten Casinos und Spielhallen oder von Wettbüros.
Ein Großteil der Sperren wird in dem Land durch Behörden verfügt. Aktuell betrifft dies knapp 135.000 Menschen und damit zwei Drittel der Blockaden.
Dies kann etwa bei erwiesenem Problemspiel durch die Betroffenen geschehen. Hinzukommt, dass bspw. auch Menschen mit Schulden das Glücksspiel gerichtlich verwehrt werden darf.
Freiwillige Blockaden besonders stark gewachsen
Neben den extern verfügten Verordnungen haben Spieler auch in Belgien die Möglichkeit zur freiwilligen Selbstsperre. Den Zeitungen zufolge sind die Zahlen in diesem Bereich besonders stark gewachsen.
Demnach verzeichneten die von den Betroffenen selbst eingeleiteten Aktionen seit Januar 2025 ein Plus von 15 %. Die Folge: Inzwischen sind über 65.000 Menschen in dem Verzeichnis registriert.
Die nun gemessenen Daten weichen von denen in denen der Vorjahre ab. Laut Berichten liegt das Wachstum deutlich über dem der Jahre 2023 und 2024.
Da die nun vorgelegten Daten nur bis zum Oktober reichen, dürfte die Zahl der Sperren für das Gesamtjahr noch höher ausfallen. Gut möglich, dass es für 2025 deshalb ein Plus in zweistelliger Höhe zu vermelden geben wird. Für Forscher wäre es sicher interessant zu wissen, wie stark der Trend gewesen wäre, wenn die 18- bis 20-Jährigen weiterhin am Glücksspiel teilnehmen könnten.
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