USA gehen gegen illegales Glücksspiel und Betrug in Asien vor
Posted on: 10/09/2025, 11:50h.
Last updated on: 10/09/2025, 11:35h.
- Die USA haben ihre Aktivitäten gegen illegales Glücksspiel und Betrug in Asien ausgeweitet.
- Das Land sprach Sanktionen gegen die kriminellen Netzwerke in Kambodscha und Myanmar aus.
- Drahtzieher verdienen Milliarden mit ihren illegalen Geschäften.
In einigen Regionen von Myanmar und Kambodscha operieren Banden, die mit ihren kriminellen Geschäften alljährlich Milliarden erbeuten. Neben Betrug und Ausbeutung gehört auch illegales Glücksspiel zu den Aktivitäten, wogegen die USA in Asien nun verstärkt vorgehen. Anfang der Woche verhängte das Land deshalb Sanktionen gegen die zwielichtigen Unternehmen und ihre Hintermänner.

Die US-Behörden begründen den Schritt mit der Tatsache, dass die US-Bevölkerung durch die Betrügereien der Gangster allein im vergangenen Jahr um einen mehrstelligen Milliardenbetrag geprellt worden sei. Darüber hinaus hätten sich die Banden schwerster Menschenrechtsverstöße und moderner Sklaverei schuldig gemacht.
John K. Hurley, Unterstaatssekretär für Terrorismus und Finanzinformationen im US-Finanzministerium, erklärte:
Die Cyberbetrugsindustrie in Südostasien bedroht nicht nur das Wohlergehen und die finanzielle Sicherheit der Amerikaner, sondern unterwirft auch Tausende von Menschen moderner Sklaverei.
Die US-Sanktionen zielen darauf ab, die Geldquellen der kriminellen Netzwerke zu unterbinden. Finanztransaktionen mit den betroffenen Unternehmen und Personen sind untersagt. Indirekt wendet sich die Maßnahme auch gegen Vertreter der Militärjunta in Myanmar, die in die kriminellen Aktivitäten verwickelt sind.
Aktion gegen Drahtzieher
Die Sanktionen richten sich gegen einige der milliardenschweren Drahtzieher des Betrugs und illegalen Glücksspiels in Asien. Dazu zählt auch der geheimnisumwitterte chinesisch kambodschanische Geschäftsmann She Zhijiang. Er soll US-Bürger in den vergangenen Jahren um Milliarden erleichtert haben.
Dem unter zahllosen Pseudonymen aktiven Unternehmer werden vielfältigste Vergehen zur Last gelegt. Dabei soll er seine geschäftlichen Aktivitäten von Ländern wie Kambodscha, Myanmar oder auch Laos aus gesteuert haben.
Zu seiner Zielgruppe beim illegalen Glücksspiel zählen vorzugsweise chinesische Spieler, weshalb er vom Reich der Mitte ebenfalls seit Jahren verfolgt wird. Seit August 2022 sitzt She Zhijiang in Thailand in Haft. Seine Anwälte versuchen seither, dessen Auslieferung an China zu verhindern – bisher mit Erfolg.
Die US-Behörden und auch chinesische Stellen dürften hoffen, durch die Sanktionen das illegale Glücksspiel in der Region einzudämmen. Ziel wäre die Schwächung von Geschäftsleuten wie She Zhijiang und seinen Komplizen. Ob es allerdings gelingt, die dichten Netzwerke der in großem Stil operierenden Betrüger trockenzulegen, werden die kommenden Monate zeigen müssen.
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