US-Glücksspiel­verband warnt vor illegalen Online- und Offline-Betreibern

Veröffentlicht am: 22. Dezember 2021, 11:23 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 22. Dezember 2021, 12:40 Uhr.

Der US-Glücksspielverband American Gaming Association (AGA) warnt Spieler vor der Nutzung von in den USA nicht lizenziertem Online-Glücksspiel. In einer Anfang der Woche veröffentlichten Liste nennt die AGA auch Sportwetten-Anbieter wie Coral und BetVictor, die aufgrund fehlender Lizenz in den USA illegal sind.

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Die AGA will illegales Glücksspiel zurückdrängen (Bild: American Gaming Association )

Obwohl Online-Sportwetten in vielen Bundesstaaten mittlerweile legalisiert seien, hätten es die ausländischen Anbieter versäumt, ihren illegalen Status aufzugeben. Dies führe bei Spielern zu Unsicherheit und zu einer Ausbreitung des Schwarzmarktes, so die AGA.

Dabei gehe es aus Sicht des Verbandes nicht nur um den Spielerschutz. Auch diene ein illegales Angebot in den USA oftmals als Vehikel für kriminelle Aktivitäten wie Geldwäsche.

Die AGA betont:

Diese Websites sind oft Mittel zur Unterstützung betrügerischer Aktivitäten und des organisierten Verbrechens sowie von räuberischem Verhalten, das das Risiko von problematischem Glücksspiel für Verbraucher erhöhen kann.

Neben der Entain-Tochter Coral zählen auch Buchmacher wie BetNow, MyBookie, Skybook und YouWager zu den genannten Betreibern. Die AGA rief Medienunternehmen dazu auf, keine Werbung für die auf der Liste genannten Firmen zu schalten. Spieler sollten sich für ihre Wetten stattdessen an einen der rund 50 Online-Buchmacher wenden, die in den USA legal seien. Dazu zählten beispielsweise BetMGM und Caesars Entertainmant

Illegale Spielautomaten im Fokus

Der Glücksspielverband geht jedoch nicht nur gegen illegales Online-Glücksspiel vor. Darüber hinaus setzt er einen weiteren Schwerpunkt auf die Zurückdrängung illegaler terrestrischer Spielautomaten im Lande.

Anfang des Monats rief die AGA das US-Justizministerium dazu auf, energischer gegen die Verbreitung der nicht lizenzierten Geräte vorzugehen. In einem Schreiben erklärte AGA-Präsident Bill Miller, dass das Ministerium eine entscheidende Rolle dabei spiele, die verbotenen Spielautomaten zu bekämpfen.

Neben Warnungen vor in den USA nicht lizenziertem Glücksspiel gibt es für die AGA in diesen Tagen auch Positives zu vermelden. So berichtete der Verband am 20. Dezember auf Twitter stolz, dass die Branche mit Einnahmen in Höhe von 44,15 Mrd. USD offiziell einen neuen Umsatzrekord [Seite auf Englisch] erzielt habe. Dies sei den Glücksspielunternehmen bereits Ende Oktober gelungen, sodass noch zwei weitere Monate blieben, um das Ergebnis erheblich zu steigern.

Die AGA fordere, dass sich alle Hersteller, Betreiber und Aufsteller von Spielautomaten registrieren lassen müssten. Dies gelte schließlich für alle Glücksspielunternehmen, so AGA-Vizepräsidentin Jessica Feil.

Zu beobachten sei eine verstärkte Ausbreitung illegaler Spielautomaten, die in Bars, Tankstellen oder kleinen Einkaufsläden betrieben würden. Diese Geräte seien nicht lizenziert und geprüft, weshalb sie zum Nachteil der Spieler manipuliert sein könnten. Um den Spielerschutz zu stärken, müssten folglich nicht nur Online-Anbieter, sondern auch landbasierte Betreiber stärker kontrolliert werden.