5 %-Steuer auf Sport­wetten-Ab­bu­chun­gen? In Kenia möglich

Posted on: 16/10/2025, 01:53h. 

Last updated on: 15/10/2025, 03:56h.

  • In Kenia kommt eine 5 %-Steuer auf alle Sportwetten-Abbuchungen.
  • Maßnahme soll Steuereinnahmen aus dem Glücksspiel verdoppeln.
  • Warnung vor Nutzerschwund bei lizenzierten Buchmachern.

Steuern und Abgaben aus der Glücksspielbranche dienen auf der ganzen Welt zur Finanzierung des Haushalts. Manchmal werden dabei auch kreative Maßnahmen erörtert, um die Staatseinnahmen zu steigern. So auch in Kenia, wo eine Steuer von 5 % auf sämtliche Abbuchungen von Sportwetten-Konten eingeführt wird.

Kenia-Fahne auf Wand
Pauschalsteuer in Kenia (Bild: Pixabay/David_Peterson)

Anfang der Woche gab die Regierung die Einführung der Glücksspielsteuer auf Abbuchungen bekannt. Demnach kann die Finanzbehörde bereits in diesem Monat mit den Zusatzeinnahmen aus der Glücksspielbranche rechnen.

Die Maßnahme ist Teil der Finanzgesetzgebung von Kenia. Diese hat für Glücksspielkunden weitere Hemmnisse parat. So müssen diese auf ihre bei Sportwetten, in Lotterien oder Casinos erzielten Gewinne eine Steuer von 20 % entrichten. Diese Steuer soll nun durch die fünfprozentige Pauschale auf alle Transaktionen abgelöst werden.

Die Behörde rechnet mit einer deutlichen Steigerung der Erlöse in Kenia. Prognosen zufolge könnten diese sich annähernd verdoppeln.

Ungerechtigkeit angeprangert

Die 5 % werden unabhängig davon fällig, ob Spieler Gewinne oder Verluste erzielt haben. Dies hat bereits zu deutlicher Kritik geführt. Geäußert wird sie unter anderem auch von der für die Budgetplanung zuständigen Behörde.

So wird befürchtet, dass die Steuer Spieler in den Schwarzmarkt treiben könnte. Dazu heißt es aus der Behörde:

… die empfundene Ungerechtigkeit könnte nicht nur Spieler von regulierten Plattformen vertreiben, sondern auch das Wachstum der Branche beeinträchtigen und genau die Umsatzziele untergraben, die die Regierung zu erreichen hofft.

Die pauschale Besteuerung stelle einen Schlag für den schnell wachsenden Online-Glücksspielmarkt Kenias dar. Darunter würden nicht nur die Betreiber und Spieler leiden, sondern auch Anbieter von Mobile Payment-Lösungen oder andere technische Dienstleister.

Die Pauschalabgabe ist nicht die erste Entscheidung der Regierung zum Glücksspiel in jüngster Zeit. Dabei ging es unter anderem um Einführung von Mindesteinsätzen für Sportwetten.

Diese soll neben einem Mindestalter von 21 Jahren dem Jugendschutz dienen. Die veranschlagten 50 KSH (0,33 Euro) je Wette sollen vor allem jüngere Spieler von Wetten abhalten. Ob diese Maßnahme oder die neue Pauschalabgabe von Erfolg gekrönt sind, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.