Spanische Glücksspiel-Verbände äußern Zuversicht für die Zukunft

Veröffentlicht am: 27. März 2020, 12:39 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 27. März 2020, 12:54 Uhr.

Die neun größten Glücksspielverbände Spaniens haben trotz der verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie Zuversicht für die Zukunft ausgedrückt. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, dass die Industrie alles tun werde, um verlorene Jobs zurückzubringen.

Vier Fäuste vor einem Tisch
Die spanische Glücksspielbranche will zusammen die Zukunft gestalten. (Quelle: Pixabay)

Präventionsmaßnahmen gegen COVID-19 haben in Spanien landesweit zu Schließungen von Casinos, Wettbüros und Spielhallen geführt. Zusammen will die Branche nun daran arbeiten, die Folgen der Betriebsschließungen zu minimieren und für kommende Zeiten zu planen:

Im Statement, das unter anderem im Namen des Club de Convergentes (Spanische Vereinigung der Hersteller und Entwickler von Spielgeräten- und Systemen), der COFAR (Spanische Konföderation von Unternehmern für Spiele und Gastgewerbe) und der FEJBA (Geschäftsverband für Bingo und Glücksspiele) erschienen ist, bestärken die Verbände ihr Engagement für arbeitslos gewordene Mitarbeiter:

„Wir möchten den Arbeitnehmern in der Branche unseren Dank und eine beruhigende Botschaft übermitteln, denn wir werden alles tun, um die jetzt betroffenen Arbeitsplätze wiederzugewinnen (…). Wir müssen auch an morgen denken: Nach der Gesundheitskrise müssen wir uns der Wirtschaftskrise stellen und dort unsere besten Qualitäten zeigen, einen unternehmerischen, innovativen Charakter und einen Sektor, der Beschäftigung und Wohlstand schafft.“

Um die Aufgabe schultern zu können, bedürfe es allerdings der Hilfe des Staates. Dieser müsse Maßnahmen umsetzen, um die Wiederherstellung eines normalen Geschäftsbetriebs zu erleichtern. Derzeit sind in Spanien die meisten Geschäfte geschlossen. Viele Unternehmen mussten ihren Betrieb einschränken oder vorübergehend aufgeben.

Lotto eingestellt, Online-Glücksspiel verspricht Investitionspotential

In Spanien sind derzeit nicht nur die landbasierten, privaten Glücksspielanbieter von COVID-19 betroffen. Auch die staatlichen Lotterien mussten ihre Annahmestellen schließen.

So schwer hat das Coronavirus Spanien getroffen

Spanien leidet stark unter dem Coronavirus. Am Donnerstag hat das Land 655 Todesfälle an einem Tag gemeldet. Mehr als 56.000 Personen haben sich nachweislich mit dem Virus infiziert.

Eine Expansion in den spanischen Online-Glücksspielmarkt hat unterdessen das österreichische Glücksspielunternehmen Novomatic gewagt. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass die Unternehmenstochter Greentube den spanischen Online-Gaming-Markt erobern soll.

Wie sich die Corona-Krise mittelfristig auf den Geschäftszweig auswirken wird, wird vermutlich davon abhängen, wann die iberische Halbinsel zum Alltag zurückkehren können wird und ob die spanische Regierung angesichts der zu erwartenden Wirtschaftskrise an den kürzlich erfolgten Beschränkungen für den Online-Glücksspielmarkt festhalten wird.