Software-Entwickler SoftSwiss: Online-Casinos Schäden in Höhe von 10 Mio. USD erspart

Veröffentlicht am: 13. März 2021, 05:30 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 12. März 2021, 03:16 Uhr.

Der auf Lösungen für Online-Casinos spezialisierte Software-Entwickler SoftSwiss gibt an, Glücksspiel-Betreiber im vergangenen Jahr vor hohen Verlusten bewahrt zu haben. Möglich sei dies durch die die firmeneigenen Anti-Betrugs-Services gewesen, so das Unternehmen mit Hauptsitz auf Curaçao.

Datencodes Computer
Die SoftSwiss-Systeme sollen Betrugsversuche mit enormem Schadenspotenzial verhindert haben .(Quelle: unspalsh.com/Markus Spiske)

System erkennt verdächtige Muster

Das 2008 in Belarus gegründete Unternehmen SoftSwiss beschreibt in einer aktuellen Mitteilung [Seite auf Englisch], im Jahr 2020 Betrugsversuche mit einer Schadenshöhe von insgesamt rund 10 Mio. Euro verhindert zu haben.

Unter anderem habe das Betrugsschutzsystem, das Teil aller angebotenen Online-Casino-Lösungen des Konzerns sei, den versuchten Missbrauch von Bonus-Angeboten  durch User aufspüren können. Auch Ansätze von Spielern, mehrere Accounts anzulegen oder ihre Identität zu verschleiern, habe das System entdeckt und verhindern können.

Verantwortlich hierfür seien Mechanismen, die bestimmte Spielmuster sichtbar machten, während gleichzeitig alle erforderlichen Datenschutz- und Compliancevorgaben eingehalten würden. Auch Vitali Matsukevich, Leiter des SoftSwiss-Geschäftskundenbereichs, zeigt sich zufrieden mit der Bilanz und blickt optimistisch in die Zukunft:

Wir sind begeistert, dass es unserem Team in diesem Jahr gelungen ist, die Lage unserer Kunden dank der großen zurückbehaltenen Geldbeträge zu verbessern.(…) In Zusammenarbeit mit den Data Science- und Entwickler-Teams arbeiten wir weiter an noch faszinierenderen KI-Projekten.

Datenabgleich lässt Betrugsversuch auffliegen

Als Beispiel für einen erfolgreich unterbundenen Betrugsversuch führt das Unternehmen einen konkreten Fall aus dem vergangenen Jahr auf. Hierbei habe sich bereits früh der Verdacht auf missbräuchliche Nutzung eines Spielerkontos ergeben. SoftSwiss habe sich sodann zur eingehenden Überprüfung des Accounts entschieden und in diesem Rahmen auch eine Abfrage der angegebenen Geld- bzw. Vermögensquelle initiiert.

Eigenen Angaben zufolge bietet SoftSwiss Betreibern „schlüsselfertige Casino-Lösungen“ aus einer Hand. Diese umfassten neben der Bereitstellung der Inhalte und technischen Betreuung der Plattformen auch Unterstützung in rechtlichen Belangen, wie beispielsweise der Beantragung von Glücksspiel-Lizenzen auf den entsprechenden Märkten. In den vergangenen drei Jahren, so das Unternehmen, habe es im Kundenauftrag 42 Online-Casinos realisiert.

Hintergrund hierfür sei gewesen, dass diese Dokumente in der Regel bei Überprüfungen in Online-Casinos eher selten konkret begutachtet würden. Es sei bekannt, dass sie deshalb bei illegal auf dem Schwarzmarkt erworbenen Datenpaketen nicht enthalten seien. Während des Abgleichs habe sich dann herausgestellt, dass die mutmaßliche Muttersprache des Users nicht mit der in seiner E-Wallet hinterlegten übereingestimmt habe.

Die daraufhin eingeforderte Verifizierung via Skype habe dann endgültig den Verdacht bestätigt, dass hinter dem Account kein regulärer Spieler, sondern vielmehr eine Betrugsmasche gesteckt habe.