Meta und FBI unter­stüt­zen Sin­gapur bei Glücks­spiel-Razzia

Posted on: 08/10/2025, 08:34h. 

Last updated on: 08/10/2025, 08:34h.

  • In Singapur wurde nach Tipps von Meta und FBI eine erfolgreiche Glücksspiel-Razzia initiiert.
  • Organisationen gaben wertvolle Hinweise auf illegale Sportwetten.
  • Verdächtigen drohen sechsstellige Geldstrafe und mehrjährige Haft.

Zuletzt standen die großen Tech-Konzerne der USA wegen diverser Glücksspielthemen in der Kritik. Dass es auch andersherum gehen kann, zeigt ein Beispiel aus Fernost. In Singapur führten die Behörden nach Hinweisen des Instagram- und Facebook-Mutterkonzerns Meta sowie des FBI eine erfolgreiche Razzia gegen illegales Glücksspiel durch. Eine Bande hatte sich auf illegale Sportwetten spezialisiert und ihre Kunden dann um ihre Gewinne betrogen.

Polizisten mit verhafteten Männern
Den Männern drohen hohe Geld- und Haftstrafen (Bilder: Polizei Singapur)

Die Polizei von Singapur führte am Montag eine umfassende Razzia gegen illegale Buchmacher durch. Dabei wurden sieben verdächtige Männer im Alter von 28 bis 54 Jahren festgenommen. Den Verhafteten wird die Organisation eines länderübergreifenden verbotenen Wettrings vorgeworfen.

Nach Angaben der Polizeibehörden war die Gruppe seit dem Jahr 2023 aktiv. Hinweise auf Details zu dem illegalen Spiel kamen demnach aus den USA.

Die Polizei erklärt dazu:

Die Operation ist das Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der SPF, dem Federal Bureau of Investigation („FBI“) der Vereinigten Staaten und Meta.

Die beiden Organisationen spielten den Ermittlern seit 2023 diverse Meldungen zu, wonach Opfer in Singapur dazu verleitet worden waren, Glücksspielkonten bei einer nicht lizenzierten Website zu eröffnen. Dann sollten sie Gelder auf anonyme Bankkonten überweisen, um ihre Accounts aufzufüllen.

Mit den Einsätzen konnten die Spieler Wetten tätigen, wurden dann jedoch Opfer eines Betrugs. Als sie nämlich versuchten, ihre erzielten Gewinne einzulösen, teilte die Bande den Opfern mit, dass sie entweder mehr Gewinne ansammeln oder höhere Einsätze tätigen müssten. Eine Auszahlung der Gelder fand hingegen nicht statt.

Sechsstellige Verluste der Opfer

Eine nicht genannte Anzahl von Spielern verlor auf diese Weise Hunderttausende. Die Betrugsopfer sollen nicht nur aus Singapur, sondern aus ganz Asien stammen.

Der stellvertretende Direktor der Kriminalpolizei, Yeo Yee Chuan, warnte mögliche Nachahmer:

Die Polizei von Singapur geht streng gegen alle Formen illegaler Wettaktivitäten vor und wird weiterhin hart durchgreifen und die Beteiligten mit aller Härte des Gesetzes verfolgen, unabhängig davon, wo sie tätig sind.

Um der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität entgegenzuwirken, werde die Polizei des Stadtstaates eng mit ausländischen Kollegen zusammenarbeiten. Es gehe darum, diese Syndikate aufzuspüren und zu bekämpfen.

Die sieben Verdächtigen müssen sich nun vor einem Gericht in Singapur verantworten. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen saftige Strafen. In ihrem Fall könnten auf die Männer Geldbußen von bis zu je 200.000 SGD (133.000 Euro) zukommen. Noch schmerzlicher dürften jedoch die zu erwartenden Haftstrafen von bis zu fünf Jahren sein.