Sands-Boss Sheldon Adelson bleibt reichster Milliardär der Glücksspiel-Branche

Veröffentlicht am: 12. April 2020, 05:30 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 10. April 2020, 02:58 Uhr.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat in dieser Woche seine alljährliche Liste der reichsten Milliardäre der Welt veröffentlicht [Seite auf Englisch]. Sheldon Adelson, der Gründer und Inhaber der Las Vegas Sands Corporation, befindet sich mit einem Reinvermögen von 26,8 Mrd. USD auf Platz 28 der Gesamtliste und auf Platz 1 aller Glücksspielunternehmer.

Sands Casino Singapur bei Nacht
Sheldon Adelson ist erneut der reichste Casino-Unternehmer auf der Forbes Liste 2020. (Bild: Flickr/Scott Taylor)

Adelsons Vermögen ist somit mehr als doppelt so viel wert wie das des zweitplatzierten Hong Konger Casino-Tycoons Lui Che Woo (11,7 Mrd. USD; Platz 106 insgesamt). Auf Platz drei der reichsten Casino-Unternehmer folgt der Österreicher Johann Graf, Gründer und Alleinaktionär der Novomatic AG (6,5 Mrd. USD; Platz 230 insgesamt).

Unter den insgesamt 23 Glücksspiel-Milliardären befindet sich auch Paul Gauselmann, Gründer der Gauselmann-Gruppe und Ehrenpräsident des Verbandes der Deutschen Automatenindustrie. Er belegt mit einem Reinvermögen von 2,4 Mrd. USD Platz 12 der reichsten Glücksspiel-Unternehmer und Platz 875 auf der Gesamtliste.

Forbes berücksichtigt Coronavirus

Laut den Herausgebern der Forbes-Liste seien die Auswirkungen der COVID-19-Krise bei der Erstellung der Liste berücksichtigt worden. Weil innerhalb von 12 Tagen 226 Unternehmer ihren Milliardärs-Status verloren hätten, habe Forbes die Liste entsprechend angepasst. Insgesamt gebe es somit in diesem Jahr 58 Milliardäre weniger als 2019. 51 % aller Milliardäre hätten an Vermögen eingebüßt. Insgesamt habe die Corona-Krise die Milliardäre rund 700 Mrd. USD gekostet.

Sands zeigt sich in Krisenzeiten stabil

Ebenso wie andere Casino-Inhaber musste auch Adelson seine Casinos in Las Vegas aufgrund der Corona-Pandemie vorrübergehend schließen. Mitte März verkündete der Casino-Mogul, dass alle Mitarbeiter weiterhin mit vollem Gehalt bezahlt würden.

Die Angestellten sollten somit davor bewahrt werden, sich von Regierungshilfen abhängig machen zu müssen. Adelson rief andere Casino-Unternehmer dazu auf, es ihm gleich zu tun.

Rob Goldstein, der leitende Geschäftsführer (COO) der Las Vegas Sands, erklärte in einem Statement:

Dies sind ganz klar schwierige Zeiten für unser Land und unsere Gemeinschaft. Während wir hoffen, dass die Schließungen nur kurzzeitig notwendig sein werden, bleiben wir realistisch, dass es sich um eine längere Phase handeln könnte. Unsere Team-Mitglieder und deren Familien werden sich zu Recht um ihre Gesundheit und Sicherheit sorgen, aber wir wollen nicht, dass sie sich um ihre Jobs, ihr Einkommen oder ihre Krankenversicherung sorgen müssen.

Die Sands Group sei daher bereit, ihre Mitarbeiter auch über einen längeren Zeitpunkt in vollem Maße zu unterstützen.

Während die Casinos in Macau, inklusive dem Sands Cotai bereits seit einigen Wochen wieder geöffnet sind, wird eine Wiedereröffnung in den USA vermutlich noch länger auf sich warten lassen müssen.