Russland plant neues Casino in Primorje

Veröffentlicht am: 22. March 2022, 01:38 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 22. March 2022, 01:38 Uhr.

Während sich zahlreiche Unternehmen aufgrund der Invasion in der Ukraine gerade aus Russland zurückziehen, scheinen andere Konzerne in das Land investieren zu wollen. Ein Konzern aus Südkorea soll den Bau eines neuen Casinos in Primorje bei Wladiwostok, Russland, planen.

Delegation von Plgen Holdings, Menschen am Tisch
Die Delegation des südkoreanischen Konzerns Plgen hat den Bauvertrag für das Casino-Projekt bereits unterzeichnet. (Pressebild: cdprim.ru)

Die Primorsky Territory Development Corp (PTDC) hat diese Woche die Kooperation mit dem südkoreanischen Unternehmen Plgen Holdings bekanntgegeben [Seite auf Russisch]. Nach Angaben der PTDC sei Plgen das erste südkoreanische Unternehmen, das in ein Casino-Projekt in der russischen Sonderverwaltungszone investiere. Die Anfangsinvestition solle sich auf 2,5 Mrd. RUB (21,72 Mio. Euro) belaufen.

Mit der Fertigstellung des Casino Resorts werde bis Ende 2025 gerechnet. Der Bauvertrag sei bereits Anfang des Monats unterzeichnet worden, erklärte Igor Trofimov, Exekutivdirektor der PTDC:

Wir freuen uns, neue ausländische Investoren begrüßen zu dürfen, und sind zuversichtlich, dass dies eine gute Fortsetzung der fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen der Republik Korea und dem Primorsky-Territorium bei der Entwicklung des Tourismus und der internationalen Beziehungen ist.

Millionenumsätze in Primorje erwartet

Plgen erwarte, dass der Casino-Teil des Resorts rund 100 Mio. RUB (880.838,50 Euro) jährlich für Primorje generieren werde. Genaue Details habe das südkoreanische Unternehmen noch nicht bekanntgegeben.

Doch Plgen Holdings soll „umfassende Erfahrung in der Verwaltung bekannter Glücksspiel- und Unterhaltungskomplexe in der Republik Korea und Südostasien“ mitbringen, heißt es in der Mitteilung der PTDC.

Mehrere Casino-Projekte in der russischen Sonderverwaltungszone

Das Casino Tigre de Cristal von Summit Ascent war das erste, das eröffnet wurde, gefolgt von Shambhala, das einem russischen Geschäftsmann gehört. Ein drittes Projekt der in Hongkong notierten NagaCorp ist seit 2020 auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.

War die vorübergehende Stilllegung der Arbeiten am Casino-Projekt zuerst der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Restriktionen geschuldet, sieht sich NagaCorp nun mit den Unsicherheiten konfrontiert, die durch die russische Invasion in der Ukraine entstanden sind. NagaCorp soll gerade versuchen, sich auf eine Vertragsklausel zur „höheren Gewalt“ zu berufen.

Primorje gilt als attraktiver Standort für asiatische Unternehmen, denn die Steuersätze sind günstig. Auch die Nähe zu den nordasiatischen Märkten könnte die Glücksspielzone in Russland zu einem attraktiven Standort für Investitionen asiatischer Unternehmen machen.