Philippinen: Glücksspiel­behörde will Online-Hahnenkämpfe legalisieren

Veröffentlicht am: 16. Oktober 2020, 11:50 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 16. Oktober 2020, 11:52 Uhr.

Auf den Philippinen könnten möglicherweise bald online gestreamte Hahnenkämpfe legalisiert werden. Dies hat die Vertreterin der philippinischen Glücksspielbehörde Philippine Amusement and Gaming Corp (PAGCOR), Andrea Domingo, hat am Mittwoch bekanntgegeben.

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Online-Hahnenkämpfe bald legal auf den Philippinen? (Bild: pixabay.com)

Domingo sagte, die Regulierungsbehörde [Seite auf Englisch] könne einen Mechanismus für das Streaming von E-Sabong-Veranstaltungen (Sabong – Hahnenkämpfe) in autorisierten Arenen einrichten. Dieser Schritt zur Regulierung der populären Hahnenkämpfe solle dazu dienen, Zusammenkünfte vieler Menschen zu vermeiden, um so die Ausbreitung des Coronavirus aufzuhalten.

Domingo führte aus:

PAGCOR kann die entsprechenden Vorschriften erlassen, um den Betrieb des lokalen Online-Sabong zu lizenzieren und zu legitimieren. Auf diese Weise werden die Wettenden geschützt und regulierte, legitime und lizenzierte lokale Online-Sabong-Operationen werden identifiziert und dürfen betrieben werden. Die Regierung wird zudem in der Lage sein, angemessene Gebühren und Steuern zu erheben.

Online-Hahnenkämpfe: Neue Einnahmen für die Staatskasse

Die Live-Übertragung von Hahnenkämpfen per Stream ist derzeit auf den Philippinen verboten. Dennoch sei eine Zunahme illegaler Online-Glücksspielaktivitäten auf Social-Media-Plattformen wie Facebook zu verzeichnen, erläuterte Domingo. Die Öffentlichkeit sei nun dazu aufgefordert worden, von der Teilnahme an derartigen Veranstaltung abzusehen.

Nach dem Hahnenkampfgesetz von 1974 ist Hahnenkampf nur in lizenzierten Arenen an Sonn- und Feiertagen sowie während lokaler Fiestas für höchstens drei Tage gestattet.

Während Hahnenkämpfe auf den Philippinen Tradition und an lizenzierten Orten begrenzt erlaubt sind, hat COVID-19 aufgrund von Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit den größten Teil der Aktivitäten in den Untergrund getrieben.

Im Juli wurden mehrere Verhaftungen um Hahnenkampfringe vorgenommen, aber die Polizei gab zu, dass die Veranstaltungen dennoch durchgeführt worden seien. Die Maßnahmen hätten nicht viel bewirkt.

PAGCOR sieht angesichts der fehlenden Einnahmen durch die POGOs, die sich aufgrund der Coronapandemie vom philippinischen Markt zurückziehen, zudem nun im Online-Hahnenkampf eine neue Einnahmequelle.

Domingo hoffe, dass die Lizenzierung von E-Sabong-Veranstaltungen die illegalen Angebote, die derzeit auf Facebook gestreamt würden, ersetzen werde. Mit Hilfe des National Bureau of Investigation (NBI) und der Philippine National Police (PNP) wolle sie diese illegalen Angebote endgültig einstellen.