NVIDIA eröffnet 2018 eSports Boot Camps in München und Shanghai

Veröffentlicht am: 13. August 2018, 12:43 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 13. August 2018, 12:43 Uhr.

NVIDIA, der bekannte Hersteller leistungsstarker Grafikprozessoren, wird im Herbst 2018 zwei neue eSports Boot Camps in München und in Shanghai eröffnen. Seit 2015 existieren bereits eSports Studios in Silicon Valley und in Berlin.

eSports Camps 2018 in München und Shanghai
NVIDIA plant 2018 eSports Camps in München und Shanghai. (Bildquelle: pcgameshardware.de)

eSports ist schon seit längerer Zeit nicht nur ein Hobby, sondern lukrativer Leistungssport. Das haben große Unternehmen wie NVIDIA längst entdeckt und richten Camps ein, in denen sich die Gamer auf große Events vorbereiten können.

NVIDIA gehört zu den größten Entwicklern von Grafikprozessoren und Chipsätzen für PCs und Spielkonsolen. Das Unternehmen wurde im Jahre 1993 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Santa Clara, Kalifornien. Im Jahre 1999 wurde NVIDIA in den NASDAQ, die größte elektronische Börse in den USA, aufgenommen.

Die Wahl der Standorte, die sich jeweils am anderen Ende der Welt befinden werden, ist kein Zufall, denn eSports ist international. Einige Mitglieder der erfolgreichsten Teams kommen aus verschiedenen Ländern.

Die eSports Athleten bereisen die ganze Welt, um gegen die Besten anzutreten. Beispielsweise kamen die Teilnehmer beim Dota 2 Circuit aus Europa, Asien und Nordamerika. Dies gilt auch für Counter-Strike: Global Offensive und PUBG.

Was wird in den Trainingslagern geboten?

Wer zu den besten eSports Athleten gehören will, muss sich gut vorbereiten, um Chancen auf einen Sieg zu haben. In den Camps werden nicht nur die Fertigkeiten beim Spiel an sich verfeinert und optimiert, sondern es wird auch auf Aspekte wie Kommunikation, Teamarbeit, Teambuilding, körperliches Training, Ernährung, Schlafroutinen und Strategien geachtet.

Indes müssen die Spieler auf höchstem Niveau ihr Können perfektionieren, während sie die meiste Zeit des Jahres von ihren Familien getrennt sind. Auch diese Tatsache erzeugt bei den Athleten enormen Druck.

Auf der Webseite von NVIDIA wird dazu gesagt:

„Unsere GeForce eSports Bootcamps bieten unseren Teams hochmoderne GeForce-Gaming-Systeme, die den Setups der größten Turniere der Welt entsprechen. Dazu gehören auch 240Hz G-SYNC-Monitore, drei Mahlzeiten pro Tag und eine spezielle Umgebung für eSports Athleten zum Trainieren.

Wir wollen die Turniervorbereitung unserer Gastmannschaften so effizient wie möglich gestalten, denn sie bereiten sich auf Turniere wie Valves International, Perfect World, ESL, Starladder, PGL und League of Legends World Championships vor.“

Im Camp in Santa Clara waren bereits mehrere Teams zu Gast, unter anderem das Team Secret, Tempo Storm, compLexity Gaming, INTZ und Team USA.

eSports Camp seit 2015 in Berlin

Trainingszentrum in Berlin Grundriss
Der Grundriss des eSports Trainingszentrums in Berlin. (Bildquelle: caseking.de)

Bereits seit drei Jahren existiert das Trainingszentrum in Berlin-Charlottenburg. Dort wird professionellen Spielern die Möglichkeit geboten, ihre Fertigkeiten zu optimieren. Auch Amateur-Spieler können dort ihre Idole treffen.

Das Camp ist in mehrere Abschnitte unterteilt. An 20 Gaming-Arbeitsplätzen können bis zu vier Gästeteams an High-End PC Systemen trainieren.

Weiterhin gibt es einen Green Screen Raum, wo professionelle Videos produziert werden. Die Teams SK Gaming, Team Roccat und H2K verfügen darüber hinaus über ihre eigenen Räumlichkeiten.

James Grunke, der Leiter der Einrichtung, sagte in einem Interview:

„Die Spieler können herkommen und ihre Skills testen, ohne dass sie jemand dabei stört. Wir bieten darüber hinaus Community Events. Wir haben zum Beispiel Tischtennis, Billard, wir haben auch eine Sitzecke für Interviews. Wir bieten eine komplette eSports Erfahrung.“

eSports auf hoher See

eSports auf World Dream
eSports Bereich auf dem Kreuzfahrtschiff World Dream. (Bildquelle: noz.de)

Doch nicht nur in Trainingszentren in Berlin und bald auch in Shanghai und München sollen eSports Athleten ihre Fertigkeiten trainieren können.

Das ist nun auch auf hoher See auf einem Kreuzfahrtschiff möglich, denn auf der World Dream der Reederei Dream Cruises wurde ein eSports Bereich eingerichtet.

10 Spieler finden Platz und können entweder gegeneinander antreten oder an Online Wettkämpfen teilnehmen. Doch das ist noch nicht alles. Es gibt auch Simulatoren für Star Wars und Achterbahnfahrten.

Thatcher Brown, der CEO von Dream Cruises, sagt dazu:

“Diese Initiative hilft Hong Kongs Regierung und dem Tourismuskomitee, eSports in unserer Region zu promoten. Wir freuen uns darauf, sowohl unsere jungen Gäste als auch Junggebliebene mit diesen spannenden eSports-Möglichkeiten zu inspirieren.”

Für alle, die ihre ersten eSports Erfahrungen machen möchten, werden von Mitarbeitern der Einrichtung kostenlose Workshops und Testspiele angeboten. Die Spieler können zwischen einer großen Auswahl an Spielen wählen, unter anderem Dota sowie die Klassiker Street Fighter und Tekken.

eSports hat sich zu einem schnell wachsenden Sektor mit enormen Marktpotentialen entwickelt. Beispielsweise wurde eSports bereits für die Asienspiele 2022 zugelassen und wird aktuell vom Olympischen Komitee als mögliche Sportart für die Olympischen Sommerspiele 2024 geprüft.

Paul Chan Mo-Po, der Finanzminister in Hongkong, hat bereits ein Budget in Höhe von etwa 13 Millionen US Dollar zugesagt, um eSports in der Stadt als Breitensport zu fördern und die Öffentlichkeit über diesen neuen Trend zu informieren.