Mehr Geld für Ge­mein­den: Neu­see­land er­höht Glücks­spiel­steuer

Posted on: 31/10/2025, 02:51h. 

Last updated on: 30/10/2025, 11:59h.

  • In Neuseeland wird die Online-Glücksspielsteuer zur Unterstützung der Gemeinden erhöht.
  • Finanzmittel werden durch Abgabenplus von 12 auf 16 % generiert.
  • Vergabe von bis zu 15 Online-Lizenzen geplant.

Neuseeland bereitet derzeit der Genehmigung des Online-Glücksspiels den Weg. Für die Ausgestaltung der Regularien werden die künftigen Abgabensätze definiert. Dabei geht es laut Regierung auch darum, die lokalen Gemeinden in Neuseeland durch eine höhere Online-Glücksspielsteuer an den erwarteten Einkünften zu beteiligen.

neuseeländische Fahne
15 Online-Lizenzen sollen vergeben werden (Bild: Pixabay)

In dieser Woche kündigte Innenministerin Brooke van Velden den neuen Steuersatz an. Dieser soll sich auf 16 % der Bruttospielerträge von Online-Betreibern belaufen.

Bisher liegt die Abgabe bei 12 %. Laut Ministerin sollen die zusätzlichen 4 % exklusiv den Gemeinden des Landes zugutekommen. Diese hatten zuvor gefordert, ebenfalls an den durch das Glücksspiel generierten Steuereinnahmen beteiligt zu werden.

Van Velden erklärte dazu:

Die Botschaft der Gemeinden war laut und deutlich: Wenn wir Online-Glücksspiele regulieren, wollen sie, dass die Vorteile den lokalen Sportvereinen, Gemeindegruppen und Basisorganisationen zugutekommen.

Das Ansinnen der Gemeinden werde von der Regierung umgesetzt, so van Velden. Zugleich verdeutlichte die Ministerin, dass der Schutz der Bevölkerung vor möglichen Schäden des Glücksspiels oberstes Ziel bleibe.

Lizenzierung in Vorbereitung

Künftig soll es in Neuseeland bis zu 15 lizenzierte Betreiber von Online-Glücksspiel geben. Damit will die Regierung ein Zeichen gegen den Schwarzmarkt setzen.

Das kommende Gesetz wird die aus dem Ausland operierenden illegalen Betreiber dem neuseeländischen Recht unterwerfen. Zugleich soll es für einen angemessenen Verbraucherschutz und Maßnahmen zur Schadensminimierung sorgen.

Zur gegenwärtigen Situation erklärte die Innenministerin:

Derzeit spielen Neuseeländer auf Tausenden von Websites im Ausland, ohne Sicherheitsnetze, ohne Ausgabebeschränkungen und ohne Regressansprüche, wenn etwas schiefgeht. Das ist inakzeptabel.

Bei Vorstellung der Pläne verdeutlichte Regierung, dass das Gesetz bei Bedarf angepasst werden kann. Aus diesem Grund beschloss das Kabinett eine Überprüfung der Maßnahmen in zwei Jahren. Dazu gehört insbesondere, inwieweit das illegale Spiel zurückgedrängt werden konnte.

Außerdem sollen die Auswirkungen des Online-Glücksspiels auf andere Formen des Glücksspiels bewertet werden. Bei Bedarf könnte die Regierung dann juristisch gegensteuern und Anpassungen bei der Regulierung vornehmen. Ob das auch für die Höhe der Glücksspielsteuer gilt, ist allerdings fraglich.